„Todesengel“ der Verkehrwacht macht lustig weiter 4.2/5 (5)

(Bild: Screenshot)
Marion Prediger macht weiter (Bild: Screenshot)
Das CSU-Mitglied und ehemalige Geschäftsführerin der Kreisverkehrswacht Mindelheim zeigte sich Mitte August überzeugt, dass die AfD daran schuld ist, dass Europa aus den Fugen gerät. Und deshalb wünscht sie allen Familienmitgliedern und Freunden der AfD nach dem Terroranschlag in Barcelona auf Facebook den Tod.  Nach heftigem Gegenwind war der Mindelheimer „Todesengel“ dann von ihrem Posten als Kreisvorsitzende der Verkehrswacht zurückgetreten. Ein bisschen jedenfalls. Denn: Prediger leitet das Amt nach wie vor kommissarisch und stellt sich demnächst zur Wiederwahl.

„Fast schon möchte ich Ihnen wünschen, dass jemand aus Ihrer Familie, aus Ihrem Freundeskreis unter diesen oder den nächsten Toten oder Verletzten ist! Dann kapiert ihr vielleicht mal, was ihr da macht“, heißt es darin. Und weiter: „Euch müsste man die Pest und Cholera wünschen!“, so die Äußerungen von Marion Prediger Mitte August auf Facebook.

 Weil Prediger zu dieser Zeit aber auch Vorsitzende der Verkehrswacht im Unterallgäu war und zugleich im Mindelheimer Ortsverein der CSU als Beisitzerin dem Vorstand angehörte, thematisierte JouWatch als einer der ersten die unglaublichen Entgleisungen. Prediger gab sich daraufhin als Opfer, bejammerte den Umstand, dass viele AfD- Sympathisanten sich von ihr nicht den Tod der eigenen Familie, den von Freunden oder gar den eigenen kritiklos an den Hals wünschen lassen und bezichtigte die AfD-Schwaben, eine Hetzkampagne gegen sie gesteuert zu haben.

Nichtssagende CSU-Schreiben der CSU, lauwarme Stellungnahmen der lokalen Verkehrswacht

Auf Nachfrage bei der CSU, wie diese mit ihrem wütenden Todesengel gedenken zu verfahren, antwortete Florian Meißner, seines Zeichens Justiziar und Datenschutzbeauftragter der Christlich Sozialen Union, dass  Predigers Äußerungen eines demokratischen politischen Meinungskampfes unwürdig sei. Gleichwohl sei klarzustellen, dass es sich um eine Äußerung allein der Privatperson Marion Prediger handele, welche sie nicht im Rahmen ihrer Beisitzertätigkeit für den CSU-Ortsverband Mindelheim tätigte. Der CSU-Bezirksverband Schwaben habe sich hierzu bereits Mitte August eindeutig geäußert und sich distanziert. Auch der CSU-Ortsvorsitzende von Mindelheim habe sich distanziert. Zudem habe sich Frau Prediger selbst öffentlich für ihre Aussagen entschuldigt. Ob dennoch Parteiordnungsmaßnahmen oder gar ein Parteiausschluss zu verhängen sind, sei durch die satzungsgemäß zuständigen Gremien zu entscheiden. Hierbei wären insbesondere auch der Kontext und die exakte Formulierung zu beachten, so der CDU-Funktionär Meißner.

Kurze Zeit später wurde vermeldet, dass Prediger als Kreisvorsitzende der Verkehrswacht Mindelheim zurückgetreten sei, die Deutsche Verkehrswacht Mindelheim veröffentlichte zur Kausa Prediger eine Stellungnahme, in der sie sich von deren Aussage distanzierte und klar darstellte, dass diese in keiner Weise die „Interessen und die Tätigkeit der Kreisverkehrswacht Mindelheim, ihrer Mitglieder, Partner und der Vorstandschaft“ widerspiegle. Prediger habe die Aussage Privat und ohne jeglichen Zusammenhang zur Kreisverkehrsverkehrswacht getätigt und sei für diese vollkommen selbst verantwortlich, so die vollmundige Bekundung (JouWatch berichtete).

Und weil Prediger zudem noch den Eindruck hatte, die CSU Mindelheim stehe nicht zu ihr, habe sie ebenfalls ihren Vorstandsposten abgegeben. Der Ortsvorsitzende hatte nach der Facebook-Debatte Prediger nahegelegt, sich zu fragen, ob die CSU die richtige Partei für sie sei und ein Parteiausschlussverfahren angedeutet. So der Sachstand Ende August.

Von wegen Rücktritt! Prediger leitet Verkehrswacht komissarisch

Wie es scheint, nimmt es die zur Deutschen Verkehrswacht e.V. (DVW) gehörenden Mindelheimer Kreisverkehrswacht, die als gemeinnützig anerkannter Verein Verkehrserziehung und Verkehrsaufklärung auch an staatlichen Schulen übernimmt, mit ihrem „Todesengel“ nicht so genau. Ein „Rücktrittchen“ nennt es die Augsburger Allgemeine Zeitung (AZ), wenn Prediger- kaum bei der Verkehrswacht als Vorsitzende zurück getreten- just von dieser gebeten wurde, die Stelle kommissarisch für den Verein weiter zu führen.

Ganz geschäftig war Prediger dann auch auf dem Stand der Verkehrswacht auf dem Mindelheimer Herbstmarkt vertreten. Wie die AZ berichtete, komme es Mitte Oktober zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, bei der der Vorstand neu gewählt werde. Marion Prediger wolle wieder für den Vorsitz kandidieren. Nur eines mache sie allerdings nicht mehr: Schulweghelferin. Zu tief würde die Enttäuschung über den fehlenden Rückhalt ihrer Mindelheimer Parteifreunde sitzen. (SB)

http://www.journalistenwatch.com/2017/10/10/todesengel-der-verkehrwacht-macht-lustig-weiter/

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Der Honigmann

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Geschäftsführerin der Kreisverkehrswacht Mindelheim wünscht Familienmitgliedern und Freunden der AfD den Tod Bisher noch keine Bewertung

Facebookpost von Marion Prediger (Sceenshot); Hintergrund: Screenshot Kreisverkehrswacht Mindelheim

Mindelheim – Das CSU-Mitglied und Geschäftsführerin der Kreisverkehrswacht Mindelheim ist überzeugt, dass die AfD daran schuld ist, dass Europa aus den Fugen gerät. Und deshalb wünscht sie allen Familienmitgliedern und Freunden der AfD nach dem Terroranschlag in Barcelona auf Facebook den Tod. 

Die AfD ist schuld. Zum Beispiel schuld daran, dass Europa aus den Fugen gerät. Und deshalb wünscht Marion Prediger, Geschäftsführerin der Kreisverkehrswacht im bayerischen Mindelheim, den Familienmitgliedern und Freunden der AfD den Tod. Zumindest aber sollten aus dieser Personengruppe beim nächsten Terroranschlag Verletzte dabei sein. „Dann kapiert ihr vielleicht mal, was ihr da macht“, so die Ansage der Geschäftsführerin der zur Deutschen Verkehrswacht e.V. (DVW) gehörenden Mindelheimer Kreisverkehrswacht, die als gemeinnützig anerkannter Verein Verkehrserziehung und Verkehrsaufklärung auch an staatlichen Schulen übernimmt.

Facebookpost von Marin Prediger (Sceenshot) Prediger, die als Beisitzerin im Vorstand der Mindelheimer CSU tätig ist und laut Impressum die Lern-Oase in Mindelheim betreibt, wünscht der verhassten Partei neben der letalen Sippenhaftung für deren Anhänger und Familien zudem mindestens noch Pest und Cholera an den Hals.

„Ein Fluch nicht strafbar“

Auf ihre hasserfüllte Wunschwelt und ihr gestörtes Verhältnis zur Demokratie angesprochen – JouWatch beleuchtete Frauen wie Prediger unter der Fragestellung: Frau & Politik: Korrelation oder Kausalität? – entgegnet Prediger auf Facebook, dass die nichts gegen die SPD oder die Grünen habe, die AfD jedoch keine Partei sei und diese deshalb das Wort „Demokratie“ nicht in den Mund nehmen solle. Dem Hinweis, das ihr Post beim Zensurstadel von Heiko Maas gemeldet werden könnte, entgegnet die Kreisverkehrswacht-Geschäftsführerin, dass „ein Fluch nicht strafbar sei“.

Wohl nun doch von ihrer „Courage“ überfordert, ist das Facebookprofil samt der tödichen „Flüche“ mittlerweile auf privat gestellt. Wie die Kreisverkehrswacht Mindelheim zu ihrem „Todesengel“ steht, konnte bis zur Veröffentlichung des Artikels nicht in Erfahrung gebracht werden. (BS)

Facebookpost von Marin Prediger (Sceenshot von Zukunftskinder)

http://www.journalistenwatch.com/2017/08/18/geschaeftsfuehrerin-der-kreisverkehrswacht-mindelheim-wuenscht-familienmitgliedern-und-freunden-der-afd-den-tod/

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