Merkel IV – Das Kabinett der fleischgewordenen Inkompetenz 4.64/5 (22)

Ein Gastbeitrag von Vera Lengsfeld

Kaum ist 171 Tage nach der Wahl die vierte Regierung Merkel als Ergebnis einer Zangengeburt mit Ach und Krach zustande gekommen, setzt sich die alte und neue Regierungschefin ins Fernsehen und droht eine fünfte Amtsperiode an. Wir können sicher sein, dass die völlig degenerierte Union keinen Widerstand leisten wird. Der kann nur noch aus der Gesellschaft kommen, sagt Vera Lengsfeld.

Merkels schleichender Autoritätsverlust

Die Zange war der Koalitionsvertrag. Nach nur zwölf Jahren Merkel ist nahezu vergessen, dass der Koalitionsvertrag eine Erfindung der ersten Großen Koalition war. Vorher hat es so etwas nicht gegeben. Es gab lediglich lockere Absprachen zwischen den Koalitionspartnern. Mit einem Koalitionsvertrag wird der politische Handlungsspielraum auf die drei Dutzend oder so Verhandler beschränkt, die das Parlament mit ihren detaillierten Vorgaben knebeln. Das Ganze funktioniert nur, weil den Medien, die eigentlich die Regierung kontrollieren sollen, sich überwiegend auf Huldigungen beschränken.

Die Schlussinszenierung geriet dann etwas wacklig. Am Ende fehlten etwa drei Dutzend Stimmen bei der Kanzlerwahl, aber die Botschaft wird einfach ignoriert. Einen solchen Autoritätsverlust hätte sich Helmut Kohl nicht leisten können. Bei der Kanzlerwahl 1994 hatte die Regierungskoalition nur fünf Stimmen Mehrheit. Kohl wurde trotzdem im ersten Wahlgang gewählt (mit einer Stimme Mehrheit). Merkel wäre in einer solchen Situation gescheitert.

Ein seltsamer, aber bezeichnender Zwischenfall nach der Wahl zur Kanzlerin

Als die frisch gekürte Kanzlerin sich auf den Weg ins Schloss Bellevue machte, um sich vom Bundespräsidenten im Amt bestätigen zu lassen, gab es einen Zwischenfall, der ein charakteristisches Licht auf die neue Amtszeit wirft: Ein Mann, der wie einer der von Merkel großzügig ins Land gelassenen Gäste aussah, versuchte sich der Kanzlerin in den Weg zu werfen, angeblich mit dem Ruf „Allahu akbar“.

Anders als die allermeisten Bürgerinnen dieses Landes wird Merkel gut beschützt und kann sich darauf verlassen, dass sie gefährlichen Attacken nicht ausgesetzt wird. Vielleicht hat sich der Mann ja auch nur bei Mama Merkel bedanken wollen und wurde wegen eines kulturellen Missverständnisses zu Boden geworfen. Rassismus wird man ihren Bodyguards dennoch nicht vorwerfen.

Die inkompetenteste Regierung seit 1949

Nach erfolgter Inthronisation stellte die Regierungschefin ihr Kabinett vor. Ich wage zu behaupten, dass es noch nie in der Geschichte des Parlamentarismus eine solch inkompetente Regierung gegeben hat. Das Ergebnis von zwölf Jahren Merkel ist, dass Fachwissen aus der Politik fast vollständig verbannt ist.

Von allen Ministern sind nur zwei Frauen mit ihrem Ressort halbwegs vertraut: Katarina Barley, die Justizministerin, ist Juristin. Julia Klöckner als Landwirtschaftsministerin hat als Winzerstochter wenigstens von einem kleinen Ausschnitt der landwirtschaftlichen Produktion Ahnung. Jens Spahn seit 2002 im Bundestag, war zuletzt Staatssekretär im Bundesfinanzministerium und hat sich zumindest als gesundheitspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion mit seinem neuen Ressort beschäftigt. Der Rest ist Ignoranz auf der ganzen Linie.

Was für eine Gurkentruppe!

Frau von der Leyen darf weiter die Bundeswehr ruinieren, bis sich das Heer vollständig auflöst und in einer EU-Armee aufgehen muss. Svenja Schulze ist als Landesministerin nur knapp einer Amtsenthebung entgangen, weil ein Bauernopfer gefunden wurde, und wird nun mit dem Posten einer Bundesumweltministerin belohnt.

Das SPD Wunderkind Franziska Giffey hat ihren Lebenslauf geschönt und will als Familienministerin die Kindergartenpflicht (!) ab drei Jahren, möglichst früher, einführen. Finanzminister Olaf Scholz ist der größte Schuldenmacher in Norddeutschland und hat sich im Fall der HSH Nordbank als Insolvenzverschlepper erwiesen. Die Nordländer haben 2009 mit einer 10-Milliarden-Garantie die Pleite der HSH-Nordbank abgewendet, bleiben heute auf mindestens 5 Milliarden Länderbelastung sitzen und müssen sich beim Verkauf der Bank mit einem Preis von 1 Milliarde zufrieden geben. Schlechte Aussichten für eine solide Finanzpolitik!

Die Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Forschung hat keinerlei Erfahrungen in ihrem Ressort, soll das aber laut Merkel mit „einem weiten Herzen“ für Wissenschaft und Forschung ausgleichen. Außerdem, versichert uns Anja Karliczek, wolle sie pausenlos Fragen stellen. Hoffentlich die Richtigen! Entwicklungshilfeminister Gerd Müller (CSU) hat sich inzwischen alle linken Entwicklungshilfedogmen angeeignet, aber immerhin auch ein paar brauchbare Vorstellungen entwickelt. Er ist damit fast so etwas, wie ein Leuchtturm im Kabinett. Alexander Dobrindt (CSU) musste für Andreas Scheuer das Verkehrsministerium räumen. Erfahrung, die Dobrindt immerhin gesammelt hat, zählt nicht, wenn es um das innerparteiliche Postengeschacher geht.

Und dann auch noch Seehofer und Maas

In Drehhofer-Land wird im Herbst eine Epoche zu Ende gehen. Die CSU wird ihre absolute Mehrheit in Bayern endgültig und unwiderruflich verlieren. Der Architekt dieses zu erwartenden Desasters, Horst Seehofer, hat sich abgesetzt und wird Innenminister. Das ist besonders pikant, denn als Ministerpräsident hat er Merkel nicht nur Gesetzes- und Verfassungsbruch vorgeworfen, sondern auch von einer „Herrschaft des Unrechts“ unter Merkel III gesprochen. Nun wird er das Unrecht als verantwortlicher Minister fortsetzen. Zwar hat Seehofer markig angekündigt, dass 2015 mit ihm die Grenze geschlossen worden wäre, aber wetten, dass er sie jetzt nicht schließt? Auch die Ankündigung, konsequent Straftäter abzuschieben, kann man getrost vergessen. Unter diesem Innenminister kommen sie nicht. Er hat noch kein einziges Mal etwas von dem eingelöst, was er zuvor vollmundig versprochen hatte.

Last but not least Heiko Maas (SPD) als Außenminister, der diesen Posten nur dem Wunsch von Andrea Nahles verdankt, auf diesem Posten weder Sigmar Gabriel zu belassen, noch Katharina Barley die Gelegenheit zu geben, als Außenministerin zur beliebtesten SPD-Politikerin aufzusteigen.

Eine noch stärkere AfD würde Merkel V erheblich erschweren

Mit dieser Gurkentruppe möchte Kanzlerin Merkel „die Probleme der Bürger“, die das Ergebnis ihrer Politik sind, lösen. Da bleibt einem das Lachen glatt im Halse stecken. Außerdem will sie die AfD aus dem Bundestag vertreiben. Ohne Merkels verfehlte Politik gäbe es heute keine AfD. Wie soll da deren Fortsetzung die Partei unter 5 Prozent drücken? Eher wird es der Fall sein, dass die AfD dauerhaft stärker wird als die SPD. Das würde die fünfte Regierungsbildung Merkels erheblich erschweren.

Schon am Tag eins der neuen, alten Koalition gab es Streit. Die zeitweilig als Ministerin gehandelte SPD-Politikerin Eva Högl haute, wie ihr Genosse Maas sagen würde, ihren Frust darüber, dass sie leer ausging, in die Tasten und produzierte einen Hass-Tweet auf die „widerlichen Lebensschützer*innen“ in der Union. Keine schwesterlichen Gefühle, nirgends.

Es droht der Kollaps

Eines steht felsenfest: Keines der dringenden Probleme, die in den vergangenen zwölf Merkel-Jahren aufgehäuft wurden und die die Substanz unseres Landes immer schneller untergraben, wird gelöst werden. Im Gegenteil: Sollte der Koalitionsvertrag wie angedroht, tatsächlich umgesetzt werden, wird das unser Land in die schwerste Krise der Nachkriegszeit stürzen. Der geplante weitere Massenzuzug von Migranten, die drastisch erhöhten Zahlungen an die EU und die zahlreichen kostenintensiven „Projekte“ werden den Staatshaushalt so strapazieren, dass ein Kollaps droht.

Die Deutschen, die immer noch die Augen zusammenkneifen nach dem Motto: „Wenn ich das drohende Unheil nicht sehe, sieht es mich auch nicht“, sollten sie endlich öffnen und Mut fassen. Nur wenn sich genügend viele Bürger gegen die Zumutungen, die Merkel IV für uns bereit hält, wehren, wird es nicht so schlimm kommen, wie man befürchten muss.

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Anhang: Das Kabinett Merkel IV in der Übersicht

Bundeskanzlerin: Angela Merkel (CDU)

Finanzminister: Olaf Scholz (SPD)
Innenminister: Horst Seehofer (CSU)
Außenminister: Heiko Maas (SPD)
Wirtschaftsminister: Peter Altmaier (CDU)
Justizministerin: Barley (SPD)
Arbeits-/Sozialminister: Hubertus Heil (SPD)
Verteidigungsministerin: Ursula von der Leyen (CDU)

Landwirtschaftsministerin: Julia Klöckner (CDU)
Familienministerin: Franziska Giffey (SPD)
Gesundheitsminister: Jens Spahn (CDU)
Verkehr und digitale Infrastruktur: Andreas Scheuer (CSU)
Umweltministerin: Svenja Schulze (SPD)
Bildungsministerin: Anja Karliczek (CDU)
Entwicklungsminister: Gerd Müller (CSU)
Kanzleramtsminister: Helge Braun (CDU)

Erläuterung: Die sieben wichtigsten Ministerien (Schlüsselressorts) sind unterstrichen.

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Dieser Artikel erschien zuerst auf dem Blog von Vera Lengsfeld. Er erscheint hier mit der freundlichen Genehmigung der Autorin und Blogbetreiberin.

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Zur Autorin: Vera Lengsfeld war eine engagierte Bürgerrechtlerin und Mitglied der ersten frei gewählten Volkskammer der DDR. Ab 1990 war sie Mitglied des Deutschen Bundestages, bis 1996 für Bündnis 90/Die Grünen, von 1996 bis 2005 für die CDU. Seither ist sie als freie Autorin tätig, unter anderem als Kolumnistin für die Achse des Guten, The European, die Huffington Post, das ef-Magazin und die Preußische Allgemeine Zeitung. Im Juli 2012 wurde sie zur Landesvorsitzenden der Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS) Berlin-Brandenburg gewählt. 1990 wurde ihr der Aachener Friedenspreis verliehen, 2008 das Bundesverdienstkreuz.

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Titelbild: YouTube-Screenshot

Gefunden bei : https://juergenfritz.com/2018/03/19/merkel-4-kabinett/

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Der Feind in den eigenen Reihen 4.33/5 (6)

Von Jürgen Fritz

Kardinal Rainer Maria Woelki, der Erzbischof von Köln, gilt als einer der mächtigsten katholischen Strippenzieher. Immer wieder versucht er, sich in die Tagespolitik des Landes einzumischen, hofiert ganz besonders den Islam, dem er die höchsten Privilegien zukommen lassen möchte. Aber nicht nur das. Woelki und die seinen – christliche Offiziere und Generäle – plädieren, ja fordern regelrecht eine Massenimmigration aus Afrika und der islamischen Welt ohne jede Obergrenze. Lesen Sie hier, was hinter all dem steckt, inwiefern dies mit der christlichen Lehre zusammenhängt und was der große Plan dahinter ist.

Wie Woelki den Islam hofiert

Im Jahre 2012 wurde Rainer Maria Woelki der jüngste Kardinal der Welt. Eine große Tageszeitungbezeichnete den Erzbischof – damals noch von Berlin, seit 2014 von Köln -als den vielleicht wichtigsten katholischen Strippenzieher des Landes. Dieser mächtige katholische Strippenzieher meinte bereits im April 2016 sich in die Politik des Landes einmischen zu müssen. Im Kölner Domradio wandte er sich gegen die Aussage von Beatrix von Storch (AfD), der Islam sei „eine politische Ideologie, die nicht mit unserem Grundgesetz vereinbar“ sei, was aber eindeutig nachweisbar ist.

Woelki faselte von der im Grundgesetz geschützten Religionsfreiheit – der Ausdruck kommt im Grundgesetz nicht ein einziges Mal vor – und sagte: „Eine der großen Weltreligionen wird hier in gehässiger Absicht an den Pranger gestellt.“ Wer Muslime verunglimpfe, der solle sich klar machen, dass Gebetshäuser und Moscheen genauso durch das Grundgesetz geschützt seien wie Kirchen und Kapellen. Der Islam sei mit dem Grundgesetz vereinbar wie das Christentum und das Judentum auch.

Der Christengeneral stellte damit den Islam auf eine Stufe mit dem Christentum. Und dies scheint eine eindeutige Parole der christlichen Heeresleitung zu sein. Wenn Sie noch Zweifel hatten, wo die Offiziere und Generäle der katholischen Armee zu verorten sind – und für die der protestantischen gilt das genauso -, dann hätte spätestens hier klar sein müssen, wo die christlichen Kirchen stehen: nicht in den eigenen Reihen. Was dahinter stecken dürfte, dazu gleich mehr.

Das verbohrte Pochen auf Privilegien für die eigene Weltanschauung

Was Woelki hier zu proklamieren versucht, ist ein Privilegierung von bestimmten Weltanschauungen, nämlich solchen die eine zweite Welt, eine höhere Sphäre (Transzendenz) postulieren, für welche keinerlei Nachweis erbracht werden kann. Ein Privilegierung ganz besonders aber von solchen Weltanschauungen, die in diese postulierte zweite Welt genau einen Gott hineinsetzen, nicht null oder zwei oder drei oder fünf oder zehn oder zwanzig, sondern genau einen (Monotheismen).

Die drei Weltanschauungen, die das tun – Judentum, Christentum, Islam -, sollen absolut privilegiert werden. Hier erkennen wir das extreme Privilegienpochen des Mittelalters und der frühen Neuzeit wieder, welches mit der Aufklärung und der Französischen Revolution eigentlich überwunden zu sein schien, letztlich aber doch nie ganz war, wenn wir ehrlich sind, was sich jetzt als große Schwäche herausstellt, da es ein Einfallstor öffnet für eine frühmittelalterliche Weltanschauung.

Woelki plädiert für Massenimmigration ohne jede Begrenzung

Im September 2016 kritisierte Woelki dann die von Horst Seehofer (CSU) erhobene Forderung nach einer Obergrenze für Flüchtlinge und einer Bevorzugung von Einwanderern aus dem christlich-abendländischen Kulturkreis. Wenn die CSU das Grundgesetz ernst nehme, dann könne sie keine Obergrenze verlangen. Dies – so unser selbsternannter Spezialist für Staats- und Verfassungsrecht, von dem bezweifelt werden darf, ob er das Grundgesetz überhaupt je gelesen respektive verstanden hat – ließe das Asylrecht nämlich nicht zu.

Und nun übte unser selbsternannter Verfassungsspezialist vor einigen Tagen heftige Kritik am schwarz-roten Kompromiss zum Familiennachzug bei Flüchtlingen mit eingeschränktem Schutzstatus, also Immigranten, die weder ein Asylanspruch nach Art. 16a Grundgesetz haben noch einen Flüchtlingsstatus nach der Genfer Flüchtlingskonvention.

Die Einigung von Union und SPD bezüglich des Familiennachzugs von diesen Nicht-Asylanten und Nicht-Flüchtlingen sei aus christlicher Sicht ein „Skandal“, sagte Woelki der Kölnischen Rundschau. Es dürfe nicht durch die Hintertür zu einer Obergrenze für die Aufnahme von „Flüchtlingen“ (sind es ja gar nicht) aus humanitären Gründen kommen, so der Vertreter der katholischen Kirche, der sich damit gegen die C-Parteien stellt und sich auf die Seite der Sozis schlägt.

Auf die Frage, ob die Unionsparteien lieber auf das „C“ für christlich im Parteinamen verzichten sollten, meinte er: „Das habe ich nicht zu beantworten, das muss so eine Partei schon selbst tun. Aber sie muss sich an dem messen lassen, was die Botschaft des Evangeliums ist.“ Ausdrücklich bestritt Woelki weiter, dass Deutschland die Grenzen seiner Aufnahmefähigkeit erreicht habe: „Wir sind keineswegs an unser Limit gegangen und kommen auch nicht dorthin.“ 

Die Nähe der christlichen Generäle zum Islam

Damit stellt sich die Frage: Wie ist das alles zu erklären? Warum verraten christliche Führer regelmäßig die eigenen Gläubigen? Das eigene Land, in welchem sie nicht selten wohl ohnehin nur eine ergiebige Melkkuh zu erkennen vermögen, ja sowieso. Warum diese extreme Affinität zum Islam und diese Aversion gegen Deutschland, während sich  insbesondere die Bischöfe von den deutschen Steuerzahlern fürstlich ernähren lassen. Und zwar von allen Steuerzahlern, nicht nur den christlichen, die Kirchensteuer zahlen. Denn ihre fetten Gehälter inklusive Büro, Dienstwagen, Sekretärin usw. usf., regelmäßig im sechsstelligen Bereich (Jahressalär), werden aus dem allgemeinen Steueraufkommen alimentiert, also auch von Juden, Buddhisten, Hindus, Konfuzianern und nichtreligiösen Menschen, gegen welche sie dann regelmäßig agitieren.

Warum also diese extreme Affinität zum Islam, während diese Weltanschauung umgekehrt die christliche als minderwertig und als Verfälschung der wahren Lehre einstuft und Christen wie Juden als Menschen zweiter Klasse definiert (alle anderen Religiösen als Menschen dritter und Nicht-Religiöse als Menschen vierter Klasse). Wie ist dieser selbstzerstörerische Trieb der christlichen Generäle zu erklären?

Nun, ohne das Christentum gäbe es den Islam überhaupt nicht (Mutter-Kind-Beziehung). Es mag ja sein, dass das Fußvolk, welches weniger an theologischen und historischen Forschungen interessiert ist, das anders sieht als die Offiziere und Generäle der christlichen Armee, aber diese sehen im Islam durchaus einen Bündnispartner im gemeinsamen Kampf. Und deswegen begrüßen sie auch die Massenimmigration von Muslimen, genauer: Mohammedanern, denn sie glauben an den Gott, den dieser verkündete. Und das ist entgegen der ständigen Beteuerungen nachweislich ein anderer als der Juden- und ein anderer als der Christengott. Daher ja die Konkurrenz zwischen den Dreien und all die Kriege und Massaker. Doch die christlichen Offiziere und Generäle können von der islamischen Invasion gar nicht genug kriegen. Sie lehnen sogar jede (!) Obergrenze ab und stellen sich offen gegen die C-Parteien. Warum?

Vorm Christengott sind alle Menschen gleich, nicht aber vor dem Arabergott

Zum einen weil die christliche Lehre keine Staatsbürger kennt (völliges staatstheoretisches Vakuum in dieser Lehre). Denn vor Gott, so eines der Postulate, sind alle Menschen gleich. Der Christengott kennt keine Staatsbürger, während Allah ein arabischer Gott ist, der arabisch spricht. Im islamischen Himmel, so die mohammedanische Lehre, liegt das Original des Koran, der heiligen Schrift des Islam. Aus diesem habe ein Engel Mohammed quasi vorgelesen oder daraus zitiert. Und Mohammed habe sich das alles wortwörtlich gemerkt, anderen erzählt, die haben es sich auch wortwörtlich gemerkt und dann später aufgeschrieben. Und zwar alles auf arabisch.

Der Koran könne, so diese Lehre weiter, auch nicht eins zu eins in andere Sprachen übersetzt werden. Und der Arabergott Allah weigere sich, zu allen Menschen auf dem Erdball in ihrer ihrer je eigenen Sprache zu sprechen, damit sie ihn auch richtig verstehen können. Vielleicht beherrscht er einfach auch keine Fremdsprachen. Auf jeden Fall werde er nie wieder zu einem Menschen so sprechen wie zu Mohammed, dem Siegel der Propheten, der all die jüdischen und christlichen Verfälschungen korrigiert habe.

Das heißt, wer kein arabisch kann, kann den Arabergott, der zugleich als der eine und einzige postuliert wird, niemals so ganz verstehen und ist daher wiederum nicht gleichrangig, selbst wenn er sich zum Islam bekennt. Alle anderen sind ohnehin minderwertig, allein auf Grund der Tatsache, dass sie andere Vorstellungen bezüglich einer spekulativ angenommenen zweiten Welt (Transzendenz) haben.

All das scheint unserem christlichen General, bei dem es sich womöglich nicht nur um einen staatstheoretischen, sondern auch um einen ethischen Analphabeten handeln könnte, nicht zu stören. Den ethischen Grundsatz der Reziprozität, der Gegenseitigkeit, scheint er jedenfalls nicht zu kennen. Wie Deutschland und Europa in nur hundert Jahren aussehen werden, wenn wir Millionen über Millionen Mohammedaner einwandern lassen, die diesen ethischen Grundsatz sowieso nicht kennen, können Sie sich leicht ausmalen. Und gehen Sie bitte davon aus, dass diese Brüder, sowohl die islamischen als auch die christlichen Generäle, anders als der Normalbürger in sehr langen zeitlichen Dimensionen denken.

Willkomme Mitstreiter im Krieg gegen die Aufklärung und gegen die Vernunft

Nun zum zweiten Grund für Wolkis und der christlichen Kirchen extreme Positionen in Bezug auf Islam und Massenimmigration. Diese ist deswegen gewollt, weil das Mitstreiter sind in ihrem Kampf. Kampf wogegen? Gegen die Vernunft. Gegen das Griechentum, die tiefste und wichtigste Wurzel Europas. Gegen die Gottlosigkeit. Glaubt jemand allen ernstes, die Offiziere und Generäle der Armee des Christentums würden die Massenimmigration auch dann begrüßen, wenn es sich um militante Atheisten handeln würde, die sich zum Ziel gesetzt hätten, den Glauben an Gott in Europa auszurotten?

Was wirklich dahinter steckt, ist folgendes: Wir befinden uns seit Jahrtausenden in einem gewaltigen Krieg: Jerusalem gegen Athen, jüdisch-christlicher Monotheismus gegen die Aufklärung (Entwicklung der Demokratie, der Staatstheorie, der Poetik, der Logik, der Ethik, des wissenschaftlichen Denkens schon in der griechischen Antike ein halbes Jahrtausend vor Christus). Und in unserem Jahrhundert soll die entscheidende Schlacht geschlagen werden. Das Christentum hat in Europa keine Chance mehr, so wie im Mittelalter die absolute Hegemonie zurückzuerobern und alles zu kontrollieren und zu unterdrücken. Mit dem Islam kommt diese Chance aber zurück.

Und die C-Offiziere und Generäle stehen dem Islam, ihrem eigenen Kind, näher als dem Humanismus, der Aufklärung und der Vernunft, die sie von Anfang an als Gefahr angesehen haben, die es zu unterjochen, zumindest aber zu kontrollieren galt. Die Philosophie wurde über Jahrhunderte zur „Magd der Theologie“ degradiert und durfte die Vernunft nur innerhalb der von den Theologen vorgegeben Grenzen walten lassen mit heftigen Sanktionen bei Grenzüberschreitungen bis hin zur Todesstrafe – Scheiterhaufen!

Die Jahrhundertschlacht: Extremes Machtdenken gegen Wahrheitsliebe und Vernunft

Stellt man sich die Frage, was für Woelki und diese Brüder das Allerwichtigste ist, dann dürfte die Antwort auf der Hand liegen: die Beziehung zu ihrem (imaginierten) einen und einzigen Gott. Und das verbindet sie mit den Mohammedanern und führt dazu, dass sie sich ihnen näher fühlen als den Nicht-Monotheisten im eigenen Land, selbst wenn der Arabergott ein anderer ist als der Christengott. Das verstehen Woelki und die seinen ohnehin nicht respektive das versuchen sie wegzureden.

Denn bei allen nicht geringen Unterschieden, geht es in allen Religionen primär nicht um Wahrheitsliebe (Daseinserkenntnis), sondern Macht. Macht zunächst über das eigene Dasein (Daseinsbewältigung) auf der Ebene des Fußvolkes, dann im zweiten Schritt immer um Beeinflussung und Lenkung anderer bis hin zur Indoktrination und Unterdrückung (Machtausübung) auf Seite der Offiziere und Generäle.

Das wird die gigantische Schlacht des 21. Jahrhunderts werden und die Feinde der Vernunft, des Humanismus, der Aufklärung, die Feinde der Wahrheitsliebe, die Feinde der Befreiung des Volkes von unterdrückender Herrschaft haben eine gewaltige Armee: a) C-Offiziere (mit einem enorm mächtigen und unfassbar reichen Vatikan an der Spitze), b) I-Offiziere, c) westliches und d) islamisches Großkapital (mit Milliarden über Milliarden aus Petro-Dollars), die glänzende Geschäfte miteinander machen, e) M-Medien, f) Politiker, die von all diesen Kräften abhängig sind.

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Titelbild: © Raimond Spekking / , via Wikimedia Commons

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