Von Flüchtlingen über Steuern bis zum Diesel-Skandal 5/5 (3)

Welche Schwerpunkte die kommende Bundesregierung für die nächste Legislaturperiode setzt, wird erst ein Koalitionsvertrag zeigen. Doch einige Themen wie die Flüchtlings- und Einwanderungspolitik wir das künftige Kabinett auf die Themenliste setzen müssen.

Welche Schwerpunkte die kommende Bundesregierung für die nächste Legislaturperiode setzt, wird erst ein Koalitionsvertrag zeigen. Um einige Großthemen wird das künftige Kabinett aber nicht herumkommen.

FLÜCHTLINGS- UND EINWANDERUNGSPOLITIK

Auch in den kommenden Jahren wird es darum gehen, wie viele Flüchtlinge Deutschland aufnimmt, ob Familienangehörige nachziehen dürfen und wie sie in Deutschland integriert werden. Eine Riesenaufgabe bleibt die Bekämpfung der politischen und wirtschaftlichen Fluchtursachen in Afrika sowie in Kriegs- und Krisengebieten.

Unsicher ist, ob die EU-Staaten es schaffen, eine gemeinsame Linie bei der Verteilung von Flüchtlingen und im Kampf gegen das Sterben im Mittelmeer zu finden. In Bezug auf die Einwanderung von ausländischen Fachkräften muss die künftige Regierung sich überlegen, wie sie diese fördert und ob es dafür ein gesondertes Einwanderungsgesetz geben wird.

INNERE SICHERHEIT

Terroranschläge wie auf den Berliner Weihnachtsmarkt, in Barcelona und zahlreichen anderen europäischen Metropolen dürften die deutschen und ausländischen Sicherheitsbehörden weiter beschäftigen. Im Zentrum steht die Frage, wie solche Attacken von Einzeltätern oder Kleingruppen frühzeitig erkannt und verhindert werden können.

In der Bevölkerung wird zudem die Einbruchskriminalität mit Sorge verfolgt. Auch hier muss die künftige Regierung ein Rezept finden. Die Balance von Freiheit und Sicherheit könnte bei künftigen Gesetzesverschärfungen im Bereich innere Sicherheit wieder stärker in den Fokus rücken.

STEUERN

Ob Reichensteuer, Steuerentlastungen, mehr Geld für Familien – alle Parteien mit Aussicht auf einen Einzug in den Bundestag haben Pläne zum Thema Steuern. Wer sich am Ende in welcher Höhe über versprochene Entlastungen freuen darf und wer womöglich mehr zahlen muss, muss sich noch zeigen. Klar ist allerdings, dass wohl keine künftige Regierung um das Thema Steuern herum kommen wird.

RENTE

Die derzeit heftig geführte Diskussion über Rentenalter, Rentenniveau und Beitragssatz wird nach der Wahl nicht verstummen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund warnt, das Thema dürfe nicht auf die lange Bank geschoben werden. Die künftige Regierung wird sich mit der Zukunft der Rente befassen müssen – auch wenn dies zunächst in einer parteiübergreifenden Kommission passiert, wie es sich die Union vorstellt.

DIESEL-SKANDAL

Die Abgastricksereien der Branche haben das Vertrauen in die deutsche Automobilindustrie schwer erschüttert. Die Aufklärung des Skandals wird über die Wahl hinaus andauern. Es gilt, die Marke „Made in Germany“ vor weiterem Schaden zu bewahren. Die große Aufgabe ist zudem die Entwicklung alternativer Antriebe – und was eine Regierung dafür tun kann.

BILDUNG

Das Kooperationsverbot verbietet eine finanzielle Unterstützung des Bundes für Länder und Kommunen im Bildungsbereich. In der vergangenen Legislaturperiode wurde die Regelung bereits an manchen Stellen aufgeweicht. Doch angesichts maroder Schulen sowie fehlender Computer und WLAN-Anschlüsse ist die Regelung weiter in der Kritik. Das Thema dürfte daher nach der Wahl erneut diskutiert werden.

KRIEGE UND KRISEN

Die heftigen Spannungen im Verhältnis zur Türkei werden nach der Wahl nicht verschwinden. Die Freilassung der in türkischen Gefängnissen sitzenden Deutschen bleibt oben auf der Tagesordnung. Zudem wird sich die kommende Regierung mit der Zukunft der Europäischen Union und dem Austritt Großbritanniens aus der Gemeinschaft beschäftigen. Hinzu kommen internationale Krisen wie der Krieg in Syrien und der Konflikt um die Ostukraine. Auch das Verhältnis zur US-Regierung von Präsident Donald Trump dürfte weiterhin viel Aufmerksamkeit fordern. (afp)

http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/von-fluechtlingen-ueber-steuern-bis-zum-diesel-skandal-a2216647.html

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Der Honigmann

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Die nächste Wahllüge 5/5 (1)

Foto: Durch Chayathorn Lertpanyaroj/Shutterstock
Nein, nicht das Auto ist kaputt, die Regierung ist kaputt (Foto: Durch Chayathorn Lertpanyaroj/Shutterstock)

Wer erinnert sich noch an die letzten Märchen, die uns Angela Merkel vor den jeweiligen Bundestagswahlen erzählt hat? Da war doch die Geschichte mit der Mehrwertsteuer, die mit ihr keinesfalls erhöht werden würde. Während die Sozialisten vor der Wahl noch 2% Erhöhung einforderten, blieb die CDU Chefin bei einem strikten nein zur Mehrwertsteuererhöhung. Und zwar genau so lange, bis sie sich durch „politischen Sachzwänge“ dazu veranlasst sah, die Mehrwertsteuer kurz nach der Wahl um 3% zu erhöhen.

Von Gerhard Breunig

Schon damals konnte jeder denkende Mensch erkennen, dass vor der Wahl Dinge versprochen werden, für die dann nach der Wahl das genaue Gegenteil geliefert wird. Erinnert sei in diesem Zusammenhang auch an das Strikte „Mit mir wird es keine PKW Maut geben“. Auch dies war eine merkelhafte Aussage, ein so genanntes Wahlversprechen der Angela Merkel. Und was genau wurde dann entgegen dieser Zusage gegenüber dem Wähler beschlossen? Ach ja, Sie wissen es – die PKW Maut, verbunden mit dem neuen Versprechen, dass diese Maut für den deutschen Autofahrer „kostenneutral“ eingeführt werden soll. Es wurde eine Verrechnung mit der KFZ Steuer in Aussicht gestellt.

Und nun, kurz vor der nächsten Bundestagswahl eitert eine weitere Lüge der Angela Merkel heraus. Wie die Internetportale rp-online und Spiegel Online berichten, planen die Abzocker in Berlin den nächsten Steuercoup auf Kosten der Autofahrer. So soll ab September 2018 die KFZ Steuer steigen, weil angeblich viele Autos weit mehr „Treibhausgas“ ausstoßen, als bisher bekannt. Besonders betroffen können davon Käufer von Neuwagen sein, also gerade die Klientel, die man aktuell per Diesel-Propaganda zum Kauf eines neuen Fahrzeugs animiert.

Wie stets, wird dabei die EU als Sündenbock vorgeschoben, die aufgrund der letzten „Abgasskandale“ realistischere Abgastests eingefordert hat. Was realistische Abgaswerte sind, wurde leider nicht überliefert. Durch schärfere Tests könnten die CO2 Abgaswerte der Fahrzeuge jedoch drastisch ansteigen. Und weil die KFZ Steuer vom Hubraum und dem CO2 Ausstoß abhängig sind, können erhebliche Mehrbelastungen nicht ausgeschlossen werden. Ein hoch auf die großartige Erfindung der Luftsteuer. Das Klimamärchen macht es eben möglich, den dummen Deutschen immer tiefer und unverschämter in die Taschen zu greifen. Großzügiger Weise hat sich die Regierung eine Übergangsregelung einfallen lassen, damit diese erneute Steuer-Schweinerei nicht schon vor der Wahl hochkocht.

Um dem Skandal die Krone aufzusetzen, behauptete ein Ministeriumssprecher, es sei nicht das Ziel dieser Abgaswerte-Anpassung, höhere Steuereinnahmen zu erzielen. Es gehe vielmehr darum, realistischere CO2 Werte entsprechend zu besteuern. Dass er jeden der diesen Unsinn wirklich glaubt für total bescheuert hält, blieb hingegen unerwähnt. Denn während Schäubles Ministerial-Sprecher davon ausgeht, dass keine weiteren Steuereinnahmen generiert werden, sagt Verkehrsminister Dobrindt das genaue Gegenteil gegenüber dem Bayrischen Rundfunk.

Laut Spiegel Online Angaben erwartet der Minister Mehreinnahmen von 1,1 Milliarden Euro bis zum Jahre 2022. Um die Zusage der CDU/CSU einzuhalten, dass nach der Bundestagswahl keine Steuererhöhungen kommen werden, nennt man das Ding eben „Mehrfachbelastung“. Auch das Handelsblatt berichtete bereits über den geplanten zusätzlichen Griff in die Taschen der Autofahrer.

Jetzt bleibt eigentlich nur noch der Schritt zur neuen Dieselsteuer. Auch hier finden bereits Diskussionen statt. Wer die Gier der Abkassierer in den Amtsstuben und Ministerien kennt, der zählt schon die Tage, bis auch diese weitere Lüge für alle offensichtlich wird.

Ich frage mich inzwischen ernsthaft, wie tief der Verstand der Deutschen schon gesunken sein mag, dass sie es sich immer noch leisten wollen, dieses unverschämte Lügenpack als Regierung für weitere vier Jahre hinzunehmen.

Man kann es eigentlich nicht oft genug wiederholen:

Wer immer noch der Merkel traut, dem hat man das Gehirn geklaut

https://www.journalistenwatch.com/2017/08/26/die-naechste-wahlluege/

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Der Honigmann

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Es geht nicht um die Umwelt. Es geht einzig und allein gegen die Deutschen Automobilhersteller! Bisher noch keine Bewertung

von XERXES

EcoTest: Importeure mit massivem Stickoxid-Problem

https://www.adac.de/infotestrat/adac-im-einsatz/motorwelt/ecotest_euro6diesel.aspx

Daraus:

„So liegt beispielsweise der durchschnittliche NOx-Ausstoß der getesteten Fahrzeuge des Renault-Konzerns fast fünfmal so hoch wie bei Modellen von BMW. Ein Renault Grand Scénic 160 dCi etwa stößt innerorts genauso viel Stickoxide aus wie rund 240 Fahrzeuge des Typs BMW 520d, nämlich 1.674 Milligramm pro Kilometer.“

Verbannte man also alle Importdiesel aus den Deutschen Städten, es gäbe keine NOX-Diskussion mehr!

So ganz nebenbei heute morgen im Frühstücksfernsehen erfahren. Ebenso, dass wohl schon vor Monaten Klagen in Italien und Frankreich eingereicht wurden, was die hiesigen Medien unter den Teppich gekehrt wurde.

Absurderweise stehen in Deutschland aber einzig und allein die mit Abstand saubersten „Stinker“ am Pranger. [[wut]]

https://brd-schwindel.org/es-geht-nicht-um-die-umwelt-es-geht-einzig-und-allein-gegen-die-deutschen-automobilhersteller/

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Der Honigmann

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Bundesregierung setzt weiter auf Dieselfahrzeuge Bisher noch keine Bewertung

Foto: Dienstwagen (über dts Nachrichtenagentur)
Foto: Dienstwagen (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin – Neues zum Thema „Wasser predigen und Wein saufen: Trotz des Abgasskandals setzt die Bundesregierung weiter vor allem auf Dieselfahrzeuge. Die Fahrzeugflotte der Regierung besteht zu 61 Prozent aus Dieselfahrzeugen, berichtet die „Rheinische Post“ (Dienstagsausgabe) nach einer Befragung der Bundesministerien. Elektro-Autos haben nur einen sehr geringen Anteil.

Eigene Initiativen zur Umrüstung der Dieselflotte plant die Regierung der Befragung zufolge bisher nicht. Die Ministerien warteten auf die Software-Updates der Hersteller, hieß es. Am schlechtesten schneiden beim Anteil der Diesel in ihrem Dienstwagenpool die Ministerien für Verteidigung (100 Prozent), Landwirtschaft (94 Prozent) und Arbeit (80 Prozent) ab.

Beim Verteidigungsministerium gebe es nur sechs Autos, dafür hat das Arbeitsministerium mit 28 Fahrzeugen eine ganze Diesel-Flotte. „Der Hersteller hat uns noch keine Umrüstung beziehungsweise Software-Update-Mitteilung zukommen lassen“, hieß es vom Auswärtigen Amt. Auch das Verteidigungsministerium wartet auf Initiative der Hersteller.

Zumindest das Justizministerium hat nachgefragt, wie weit die Hersteller sind. Man sei an einer „möglichst baldigen Nachrüstung“ der Autos interessiert, sobald ein Update verfügbar sei, werde man es „unverzüglich in Anspruch nehmen“. Das Umweltministerium kündigte an, seine sieben Benziner mit Auslaufen der Leasingverträge durch Plug-in-Hybride zu ersetzen.

Auf alternative Antriebe stellt auch das Verkehrsministerium um: Rund drei Viertel der Dienstwagen sind bereits E-Fahrzeuge, jede Neuanschaffung mit Verbrennungsmotor sei „besonders zu begründen“, erklärte das Verkehrsministerium. (Quelle: dts)

https://www.journalistenwatch.com/2017/08/15/bundesregierung-setzt-weiter-auf-dieselfahrzeuge/

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Abgas-Affäre: Selbstverteidigung für Diesel-Fahrer Bisher noch keine Bewertung

Dieselfahrer schauen derzeit in die Röhre. Ihnen droht ein massiver Wertverlust ihrer Fahrzeuge und möglicherweise auch ein Fahrverbot in größeren Städten. Die Hersteller lehnen die Rücknahme der Autos ab. Doch es gibt eine Möglichkeit zur Selbstverteidigung – wenn das Fahrzeug auf Kredit gekauft oder geleast wurde.

Von Roland Klaus

Anders als US-Verbrauchern zeigt Volkswagen seinen deutschen Kunden eine lange Nase, wenn es um die Rückgabe ihres Diesel-Fahrzeugs aufgrund der Abgas-Manipulationen. Rückabwicklung? Wandlung? Schadensersatz gar? Fehlanzeige! Während die amerikanischen VW-Fahrer einen goldenen Handschlag bekommen haben und ihre Autos zurückgeben konnten, werden die Deutschen mit einem fragwürdigen Software-Update abgespeist. Dass die Autos künftig schwer verkäuflich sein dürften, interessiert die Hersteller nicht.

Doch alle Verbraucher, die den Kauf auf Pump finanziert haben, können sich wehren – mit dem sogenannten Widerrufsjoker. Dieser Widerrufsjoker ist seit einigen Jahren von den Baufinanzierungen bekannt. Dabei widerrufen Verbraucher ihre laufenden Darlehen unter Hinweis auf fehlerhafte Darlehensverträge, um von den niedrigen Zinsen zu profitieren. Die Interessengemeinschaft Widerruf hat bereits mehr als 10.000 solcher Verträge geprüft. Der gleiche Mechanismus greift auch bei Autokrediten – mit einem charmanten Unterschied. Denn während die Immobilienbesitzer ihr Haus oder ihre Wohnung behalten, können Autokäufer gleichzeitig den Erwerb des Fahrzeugs rückgängig machen.

Denn in den meisten Fällen sind Kfz-Kauf und Abschluss des Darlehens ein sogenanntes „verbundenes Geschäft“. Sie werden gemeinsam abgeschlossen – meist beim Autohändler. Zudem kommt das Darlehen zumeist von einer Autobank, also einer Tochter des Autoherstellers. Und genau hier steckt die Chance für alle, die ihren Diesel aufgrund der Abgasmanipulationen loswerden wollen.

Denn nach Untersuchungen der Interessengemeinschaft Widerruf weisen auch Darlehen der VW-Bank zahlreiche Fehler auf, die dafür sorgen, dass die normale Widerrufsfrist nicht zu laufen beginnt. Der Kredit ist somit noch Jahre nach Abschluss widerrufbar. Die Folge ist eine sogenannte Rückabwicklung. Der Käufer erhält die Anzahlung sowie sämtliche inzwischen geleisteten Tilgungszahlungen zurück. Die restliche Kreditschuld wird gelöscht. Das Auto wird an den Hersteller zurückgegeben. Lediglich die Zinszahlungen darf die Bank behalten. Aber diese fallen bei Kfz-Darlehen in der Regel nicht weiter ins Gewicht, da es sich zumeist um subventionierte Kredite mit Minizinsen handelt.

Besonders interessant ist die Vorgehensweise für Krediten, die nach dem 13. Juni 2014 abgeschlossen worden sind. Denn in diesen Fällen schuldet der Verbraucher keine Nutzungsentschädigung für den Gebrauch des Autos.

Die Experten der Interessengemeinschaft Widerruf haben sich die Kreditverträge der wichtigsten deutschen Autobanken angeschaut. Doch dabei kam heraus: So gut wie kein Vertrag ist fehlerfrei. Besonders deutliche Fehler haben wir entdeckt bei Darlehen aus dem VW-Konzern (VW Bank, Audi Bank, Skoda Bank, Seat Bank), aber auch bei Mercedes, Ford und der Santander Bank, die zahlreiche Autokäufe finanziert hat.

Vergleichsweise gut (aber trotzdem nicht fehlerfrei) sind dagegen die Kreditverträge bei der BMW Bank und der BW Bank, die viele Porsche-Käufe finanziert hat.

Die meisten dieser Fehler reichen unseres Erachtens aus, um den Kredit widerrufbar zu machen. Das hat offenbar inzwischen auch Volkswagen eingesehen. Wie das ZDF berichtet, hat der Autohersteller in einem Gerichtsverfahren nicht nur angeboten, das Darlehen rückabzuwickeln (also die Anzahlung und Tilgungszahlungen zurückzuzahlen) – zusätzlich sollte der Verbraucher das Auto sogar kostenlos behalten dürfen. Die Wolfsburger werfen bei diesem Vergleichsvorschlag offenbar alles in die Waagschale, um ein richterliches Urteil zu vermeiden.

Ganz wichtig: Es geht hier nicht um ein reines VW-Thema und nicht um ein Diesel-Thema! Die Möglichkeit des Kredit-Widerrufs steht allen Verbrauchern offen, die ein Kfz gekauft und finanziert bzw. geleast haben. Sehr wahrscheinlich wird anwaltliche Unterstützung nötig sein, um den Widerruf umzusetzen. Aber die Kosten sind überschaubar. Solange Verbraucher das Darlehen nicht widerrufen haben, können Sie noch eine Rechtsschutzversicherung abschließen, die die Kosten für den Rechtsstreit übernimmt.

Lassen Sie in einem ersten Schritt kostenlos und unverbindlich durch einen spezialisierten Anwalt prüfen, ob ihr Kreditvertrag fehlerhaft ist und für einen Widerruf in Frage kommt. Dazu benutzen Sie das Prüfungsformular der Interessengemeinschaft Widerruf. Innerhalb weniger Tage bekommen Sie eine Rückmeldung und wissen, ob eine Rückabwicklung des Vertrags möglich ist.

http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/121702-diesel-widerruf

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Der Honigmann

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Diesel: Was soll der ganze Quatsch? 5/5 (1)

von Max Erdinger

Die Nachrichtenagenturen überschlagen sich bald. Es herrscht Tumult im Hühnerstall. Malu Dreyer, MP von Rheinland-Pfalz gackert mit, der Kretschmann gackert „es gibt den sauberen Diesel“, Hersteller sollen ihre Altprodukte nachrüsten, der „große Dieselgipfel“ (8.987 m über NN) wurde ins Innenministerium verlegt, Diesel-Diesel-Diesel.

Geht´s eigentlich noch? Reicht es in diesem Lande wirklich, jeden Tag eine neue Sau durchs Dorf zu jagen, damit sich alle an der Saujagd beteiligen, ohne sich zu fragen, was das denn heute wieder für eine Sau sein soll?

Auf den Weltmeeren sind 40.000 Frachtschiffe unterwegs, die Schweröl als Treibstoff verbrennen. Schwefelgehalt 3.500 mal höher als bei Diesel. Ein Bruchteil dieser Flotte produziert so viel Schadstoffe wie alle PKW der Welt zusammen. Verbrauch eines großen Containerschiffs pro Tag: 150 Tonnen (!) Schweröl. Die ganze Diesel-Story, wegen der allerweil die ganze Nation in Schnappatmung verfallen ist, ist keine Story!

Das ist die blanke Hysterie!

Es gibt Leute, die vom Thema etwas verstehen. Prof. Matthias Klingner von der Abteilung Verkehrs- und Infrastrukturforschung am Fraunhofer-Institut ist so einer. Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.7.2017 – Prof. Klingner – Zitat:

„Es ist ein bisschen wie bei „Des Kaisers neue Kleider“. Dazu muss man allerdings etwas weiter ausholen. Das Feinstaubproblem und das Stickoxidproblem hängen sehr eng zusammen. Vor einigen Jahren ist das Feinstaubproblem massiv diskutiert worden, weil sich jemand den Tagesverlauf der Feinstaubkonzentrationen angesehen und mit dem Tagesverlauf der Verkehrsbelastung verglichen hatte. Da gibt es Ähnlichkeiten, die beiden Verläufe scheinen zu korrelieren.

Frage DNN: …aber sie hängen nicht ursächlich zusammen?

Prof. Klingner: Wir haben sehr große Daten-Mengen aus Messnetzen ausgewertet und dabei festgestellt, dass es noch sehr viele andere Einflussfaktoren gibt. Abgesehen von Regen und dessen Nachwirkungen gibt es auch einen ganz klaren Zusammenhang zur Sonne. Ein großer Teil der gemessenen Feinstaub-Immissionen ist natürlich verursacht und durch den Tagesgang der Sonne geprägt.

Frage DNN: Wie kommt das?

Prof. Klingner: Die Sonne erwärmt den Boden, warme Luft steigt auf, kühlt ab und sinkt wieder zu Boden. Durch diese „Walze“ wird auch Feinstaub aufgewirbelt, wenn der Boden trocken ist. So lassen sich bis zu 40 Mikrogramm Feinstaub, 50 Mikrogramm ist der Grenzwert, direkt auf die Sonneneinwirkung zurückführen. Dazu kommen noch andere meteorologische Effekte. Extremwerte bei der Feinstaubbelastung entstehen beispielsweise im Winter. Die „Walze“ der untersten Luftschicht hat normalerweise eine Dicke von etwa 2000 Metern. Wenn sich auf diese Luftschicht kalte Luft legt, verdichtet sich die „Walze“ auf 200 oder 300 Meter, entsprechend erhöhen sich dann auch die Feinstaubwerte, die gemessen werden. Diese Inversionswetterlagen sind die Ursache für die extremen Spitzenwerte, da können Sie am Autoverkehr drehen, was sie wollen. Das ist ein ganz natürliches meteorologisches Phänomen.

Frage DNN: Wie groß ist der Anteil des Autoverkehrs dann noch?

Fünf bis acht Mikrogramm kommen aus dem Autoverkehr. Zwei bis vier Mikrogramm aus Abgasen und dann wirbeln Autos, unabhängig ob mit Diesel oder Benzin angetrieben, ja auch selbst Feinstaub auf. Die Abgasbelastung ist also minimal gegenüber der natürlichen. In Inversionswetterlagen können die Feinstaubwerte auf 100 bis 150 Mikrogramm pro Kubikmeter steigen. Wenn Sie da den kompletten Verkehr sperren, haben Sie vielleicht zehn Mikrogramm weniger. Das reduziert die Spitzenbelastung faktisch gar nicht. – Zitatende.

So weit also Prof. Klingner. Zum Thema Diesel-Abgasreinigung und Gesundheitsgefährdung:

Die alten Vorkammerdiesel aus jener Zeit, als die Deutschen noch nicht ein Volk durchgeknallter, vermeintlich allwissender Hysteriker gewesen sind, haben stinkende, schwarze Rußwolken aus dem Auspuff entlassen. Waren die gefährlich? – Ja. Wie gefährlich waren die? – Feinstaubmässig unter aller Sau, krebserregend.

Aber: Die ausgestossenen Partikel waren groß genug, damit sie eine ansonsten gesunde Lunge wieder abhusten konnte. Heute ist das anders. Was heute nach Abgasrückführung, Partikelfilterung und Ad-Blue-Einspritzung (Harnstoff) in den Auspuff ausgestossen wird, ist ja nicht völlig partikelfrei. Die Partikel sind nur wesentlich kleiner – und die hustet keiner mehr ab.

Außerdem: Funktionieren die aufwändigen Reinigungssysteme nicht 100-prozentig, dann ist das, was der moderne, „saubere“ Diesel ausstößt, giftiger als Dinosaurierfürze. Diese Systeme altern und werden defekt. Es gibt keine Autowerkstatt, die nicht täglich mit völlig zugesetzten AGR-Ventilen (Abgasrückführung) konfrontiert wäre.

Dieselautos, die hauptsächlich im Kurzstreckenbetrieb eingesetzt werden und kaum jemals die optimale Betriebstemperatur erreichen, sind ca. alle 30.000 Kilometer von dem Problem betroffen. Ein einziger Auspuff, der nicht ganz dicht ist, plus Ad-Blue-Einspritzung, verursacht einen ultragiftigen Ausstoß. Die ersten Ad-Blue-Systeme sind inzwischen gute zehn Jahre alt und oft noch täglich im Betrieb. Technische Überwachung: Bei PKW alle 2 Jahre, bei Bussen (ca. 100.000 km pro Jahr) jährlich.

Der Kohlendioxidanteil der Erdatmosphäre liegt bei etwa 0,04 Prozent. Circa 0,02 Prozent davon sind der globalen Industrialisierung geschuldet. Und hierzulande flippen alle aus, weil mal wieder eine neue Sau durchs Dorf gejagt wird!? Allein der völlig unbeeinflußbare Vulkanismus ist für eine Abgabe von 150 – 260 Megatonnen Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre verantwortlich.

Es reicht ein einziger Blick auf wikipedia, um das Ausmaß der Hirnverödung zu erkennen, welches die aktuelle Dieselhysterie kennzeichnet – Zitat:

„Im Kohlenstoffzyklus wird ständig eine sehr große Menge an Kohlenstoff zwischen Atmosphäre und anderen Depots wie z. B. Meere, Lebewesen und Böden ausgetauscht. Die meisten CO2-Quellen haben einen natürlichen Ursprung und werden durch natürliche CO2-Senken ausgeglichen. Die atmosphärische Kohlenstoffdioxidkonzentration wird vom Stoffwechsel der Lebewesen auf der Erde, aber auch von Reaktionen beeinflusst, die unabhängig von jeglichem Leben ablaufen und ihren Ursprung in physikalischen und chemischen Prozessen haben. Die Zeitkonstante, d. h. die Geschwindigkeit dieser Vorgänge variiert stark und reicht von wenigen Stunden bis zu mehreren Jahrtausenden.“ – Zitatende.

Ein einziger großer Vulkanausbruch reicht aus, um sämtliche grünen Feinstaubplaketten der hysterischen Republik zu grünen Punkten der absoluten Lächerlichkeit auf gläsernen Scheiben zu machen.

Und hierzulande flippen alle ökohysterisch mit! Befördert wird dieser grunddemokratische Diskurs auf Basis völlig irrationaler Zivilreligiosität von genau denjenigen, denen wir bereits die Verspargelung der Landschaft mit ihren geschissenen Windrädern verdanken und die seit Jahrzehnten jeden vernunftbegabten Menschen mit ihrer Hysterie in den Wahnsinn treiben.

Clemens Gleich bei heise.de bereits 2011 – Zitat:

Die Währung der Weltverbesserung – Denn was die Einheit „Gramm CO2“ so attraktiv macht, ist ihre Eignung als Währung der Weltverbesserung. Sie erlaubt es, unvergleichbare Dinge mit dem Holzhammer zu Einheitsbrei gekloppt miteinander zu vergleichen. Sie erlaubt außerdem, das Leben eines Menschen in einem einzigen Zahlenwert zu quantifizieren, was die deutsche Seele instinktiv als gut, richtig und schön empfindet, selbst wenn der Zahlenwert den vernachlässigbaren Nachteil hat, ein haltloses Hirngespinst zu sein. Alles hat heute einen „CO2 footprint“, quasi einen Fußabdruck auf dem logischen Denken an sich, hinterlassen vom ständigen stumpf Dagegentreten. So werden KFZ aufgrund von den Herstellern zusammengeschummelter CO2-Ausstoßphantasien zusätzlich besteuert, obwohl wir längst Steuern auf den Treibstoff haben – Steuern also, die den realen, tatsächlichen Verbrauch abdecken und damit sogar die unverbrannten Kohlenwasserstoffe aus alten Motoren, Kaltstarts und Volllastanfettung mit einbeziehen.“ – Zitatende.

Diese ganze Diesel-Debatte zeigt lediglich eines: Wir haben kein Dieselproblem, sondern wir haben ein Kulturproblem. Und zwar ein gewaltiges. Diese Dieseldebatte ist lediglich eines von vielen Symptomen. Früher war Gott allmächtig und der Mensch Teil seiner Schöpfung. Da konnte nicht viel schief gehen. Es galt: Der Mensch denkt und Gott lenkt.

Perfekt! Seit der Mensch aber selber der liebe Gott geworden ist, hält er sich logischerweise auch selbst für allmächtig. „Umwelt“ ist ein Begriff, der es erst 1915 in ein deutsches Wörterbuch geschafft hat. Er ist das perfekte Instrument, den Menschen aus der „Gesamtwelt“ herauszunehmen und ihn in einen Gegensatz zur Welt zu stellen, ja, ihn zu einer Bedrohung für die Welt zu erklären. Damit läßt sich trefflich Interessenpolitik betreiben. Nichts anderes passiert gerade. Und alle machen mit wie die Bekloppten. Nicht mit mir.

80 Mio. Deutsche beteiligen sich wie die Irren an einer absolut wahnsinnigen Diskussion zur Weltrettung und zur Feinstaubreduzierung in ihren Städten. Gebe der Herr, daß sie niemals noch viel größere grüne Hirnfürze plagen mögen. Es ist doch zum Davonlaufen mit diesen verweicheierten Helmchenträgern!

„Zulässige Grenzwerte“ sind für diese Gottlosen ungefähr dasselbe wie für den Hardcorekatholiken die Monstranz! Es gibt einen zulässigen Grenzwert – und der wurde überschritten -gottogott!

Leute, es gibt zulässige Grenzen, da wo das Land anfängt oder aufhört – und die wurden vielleicht erst überschritten, leck´ mich fett.

Wenn sich die deutschen Hysteriker und Helmchenträger um ihre Landesgrenzen solche Sorgen machen würden wie über den „zulässigen Grenzwert“, den ihnen irgendwelche Zivilreligiösen aus Glaubensgründen als anbetungswürdig präsentiert haben, dann könnte man vielleicht langsam wieder daran denken, von einer Kulturnation zu sprechen.

Aber so? Hopfen und Malz sind verloren angesichts dieser hysterischen Zivilreligiosität. Ein Wahnsinn, woran diese degenerierte, dekadente, sich in Auflösung befindliche Nation von superschlauen Bescheidwissern und Zivilreligiösen alles stattdessen glaubt, seit sie den kulturell einigenden religiösen Glauben zum Aberglauben erklärt hat.

Gold für Scheiße eingetauscht, sozusagen. Sollen sie sich doch allesamt mit einem Fahrradhelmchen auf ihren Krachschädeln und einem Windrädchen in der kalten Hand beerdigen lassen.

Obwohl: Man könnte sich natürlich auch in „Soilent Green“ verwandeln lassen. Das wäre „umweltfreundlicher“, als voller Schad- und Giftstoffe in einem verwesenden Körper die liebe Mutter Erde zu verschmutzen.

Handelt es sich eigentlich bei heutigen Dieseldiskutanten noch um Menschen mit einem Verstand, oder ist das inzwischen nur noch regierte Biomasse, bei der reflexhaft das Jagdfieber ausbricht und das Mundwerk sinnlos daherzuplappern anfängt, sobald man ihr nur eine neue Sau vorsetzt, die obrigkeitsseitig zum Abschuß freigegeben worden ist?

Das frage ich mich ernsthaft angesichts dieser schwachsinnigen Debatte.

https://brd-schwindel.org/diesel-was-soll-der-ganze-quatsch/

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Autoindustrie: Es gibt „intelligentere Lösungen“ als Diesel-Fahrverbote Bisher noch keine Bewertung

Eine Nachrüstung von Autos wäre eine “intelligentere Lösungen” als Fahrverbote, meint die deutsche Automobilindustrie. Das sei zu wenig, sagt die Bundesregierung. Die Herstellen müssten vor allem technische Nachbesserungen zur Abgassenkung entwickeln, so die Bundesumweltministerin.

Die deutsche Automobilindustrie will die drohenden Diesel-Fahrverbote noch abwenden. Dafür müsse der Diesel-Gipfel der Bundesregierung mit den Herstellern am Mittwoch ein überzeugendes Konzept erarbeiten. Das sagte der Präsident des Verbands der Automobilindustrie, Matthias Wissmann, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vom Samstag.

Wissmann betonte, es gebe „intelligentere Lösungen“ als Fahrverbote. Die Hersteller böten ihren Kunden eine kostenlose Nachrüstung von Autos mit den Schadstoffklassen Euro 5 und zum Teil auch Euro 6 an. Mit neuer Software lasse sich der Ausstoß von Stickoxiden im Schnitt der deutschen Fahrzeugflotte um mindestens 25 Prozent senken.

Wenn sich die Hersteller mit der Bundesregierung auf solche Maßnahmen einigten, sehe er „durchaus Chancen, dass das Bundesverwaltungsgericht als höchste Instanz zu einem anderen Ergebnis kommen könnte als Stuttgart“.

Das Stuttgarter Verwaltungsgericht hatte am Freitag den Weg für Diesel-Fahrverbote in Innenstädten geebnet. Dies sei im Fall älterer Dieselautos die beste Lösung zur Senkung gesundheitsschädlicher Abgase, urteilte das Gericht. In Stuttgart und zahlreichen anderen deutschen Städten werden die Emissions-Grenzwerte deutlich überschritten.

Bundesregierung: Hersteller sollen ältere Fahrzeuge über Software hinaus nachrüsten

Die Bundesregierung machte dagegen Druck auf die Hersteller, ältere Fahrzeuge über die Software hinaus nachzurüsten. Updates seien nur ein erster Schritt, sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) im ZDF. Nötig seien vor allem technische Nachbesserungen zur Abgassenkung, und zwar auf Kosten der Hersteller. Sie erwarte bei dem Diesel-Gipfel eine konkrete Zusage, bis wann dies umsetzbar sei.

Darüber hinaus müssten die Hersteller eine Garantie für neue Bauteile abgeben, meinte der Leiter des Verkehrsressorts beim ADAC, Stefan Gerwens, im Deutschlandfunk.

Klimaprämie für Kauf emissionsarmer Autos

Es müssten Anreize für den Umstieg von alten Diesel- auf Euro-6- und Elektroautos geschaffen werden, sagte niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtete. Denkbar seien steuerliche Anreize oder „eine Art Klimaprämie, die von Industrie und Staat angeboten wird“, wenn Versucher emissionsarme Autos kaufen.

Der Staat sei in der Pflicht, „großflächige Fahrverbote zu verhindern“, so Weil. Der SPD-Politiker gehört dem Aufsichtsrat von Volkswagen an. Er nimmt wie auch die anderen Ministerpräsidenten der Autoländer an dem Diesel-Gipfel teil.

FDP: Keine Fahrverbote und kein Einsatz von Steuergeldern

Die FDP lehnt den Einsatz von Steuergeldern dagegen ab. Die Konzerne seien selbst in der Pflicht, technische Lösungen anzubieten, sagte Parteichef Christian Lindner der „Passauer Neuen Presse“.

„Zu Fahrverboten in Innenstädten darf es nicht kommen“, unterstrich er. „Es kann nicht sein, dass Geringverdiener ihren alten Diesel bald am Stadtrand abstellen müssen“, so der FDP-Chef. (afp)

http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/autoindustrie-es-gibt-intelligentere-loesungen-als-diesel-fahrverbote-a2177592.html

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Der Diesel darf weiterfahren 5/5 (1)

VW © GEOLITICO VW © GEOLITICO
Gerade noch wurde der Diesel verteufelt, jetzt wird sein geringer CO2-Ausstoß entdeckt. Und Baden-Württemberg rückt vom Fahrverbot ab. Was ist passiert?Sind die jüngsten Diesel-Nachrichten allein dem Bundestagswahlkampf geschuldet, oder steckt die tiefere Einsicht der Politik dahinter, den Automobilstandort Deutschland nun doch nicht zerstören zu wollen? Jedenfalls lassen zwei FAZ-Schlagzeilen von diesem Wochenende aufmerken. Die eine Beitrag warnt vor einen steigenden CO2-Ausstoß durch Pkw[1], die andere lautet: „Grün-Schwarz rückt von Diesel-Fahrverboten ab“.[2]

Wie kann das sein? Wurde doch in den vergangenen Monaten eine Studie nach der anderen aus dem Hut gezaubert, um die deutschen Autofahrer vom Übel des Dieselmotors zu überzeugen. In Stuttgart wurden Fahrverbote für ältere Diesel-Pkw beschlossen, München droht damit. Politiker quer durch alle im Bundestag vertretenen Parteien sind sich einig, sie wollen nach der Energiewende nun auch die Verkehrswende durchsetzen: „Zu schmutzig für die Innenstadt“, schrieb die „Zeit“.[3] Und der „Stern“ hielt gar schon die Totenmesse: „Der Diesel wird sterben“[4]

Riesenchance für die Chinesen

Volvo kündigte bereits an, ab 2019 in Neuwagen nur noch Elektromotoren einzubauen. Das ist kein Wunder, schließlich gehört Volvo chinesischen Automobil-Produzenten Geely, und der ist einer der führenden Hersteller von Elektroautos in China. Kommt das Dieselverbot, hätten die Chinesen endlich die Chance, den Weltmarkt mit vergleichsweise preiswerten Elektrofahrzeugen zu fluten.

Durch die politische Mehrheit im Land und die Konkurrenz aus China und den USA geraten deutsche Hersteller schwer unter Druck. Sie haben die Entwicklung der Elektromotoren in den vergangenen Jahrzehnten vernachlässigt und sich auf sparsame Diesel- und Benzinmotoren konzentriert. Obgleich von Betrugsskandalen erschüttert, ist die deutsche Dieseltechnologie nach wie vor weltweit führend. Sie sichert Millionen Arbeitsplätze in der deutschen Industrie.

Außerdem war sie politisch gewollt. Es ist noch gar nicht so lange her, da wurde der Kauf sparsamer Dieselfahrzeuge sogar steuerlich begünstigt. Der Sprit ist nach wie vor der günstigste an der Tankstelle. Und als Angela Merkel und die Klimaretter die CO2-Bilanz diskutierte, da war der deutsche Diesel sogar ein Vorzeigeprodukt, denn ein Dieselmotor stößt weniger CO2 aus als ein Benziner.

Diese Erkenntnis haben einige Forscher nun wieder neu gewonnen. So schreibt die FAZ:

„Im Jahr 2010 bliesen Neuzulassungen hierzulande je Kilometer im Durchschnitt noch 151,7 Gramm des Treibhausgases in die Luft. Im vergangenen Jahr erreichte der Ausstoß dann den Tiefstwert von 127,4 Gramm. Doch in den ersten sechs Monaten dieses Jahres hat sich der Trend gedreht, 127,9 Gramm bedeuteten erstmals wieder einen leichten Anstieg. Ein wichtiger Grund dafür ist der sinkende Anteil der Dieselfahrzeuge an den Neuzulassungen, die weniger Kohlendioxid ausstoßen als vergleichbare Benziner.“

Wegen der Debatte um Fahrverbote in den Innenstädten kaufen nämlich immer weniger Deutsche einen Diesel. Im Juni haben die Behörden hierzulande ein Fünftel weniger Fahrzeuge mit Dieselmotor zugelassen als im Vorjahresmonat. Diesel ist ein Anlagerisiko. Wer kauft sich schon vor einige zehntausend Euro ein Auto, das er in wenigen Jahren schon nicht mehr nutzen und auch nicht mehr verkaufen kann?

Enteignung von Millionen Pendlern

Außerdem sind die Deutschen ein Volk von Pendlern. Millionen Bundesbürger fahren jeden Morgen mit einem Diesel aus der Vorstadt zur Arbeit. Ein kurzfristig und allein aus politischen Interessen durchgesetztes Fahrverbot käme einer Massenenteignung gleich. Denn die Autos der Millionen Pendler wären auf einen Schlag nichts mehr Wert.

Auf diesen Gedanken scheint die Politik aber nun auch gekommen zu sein. Denn nun schreibt die FAZ:

„Die grün-schwarze Landesregierung in Baden-Württemberg rückt endgültig von Fahrverboten für ältere Diesel-Fahrzeuge nach Euro-5-Norm und niedriger ab. Nach Informationen der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (F.A.S.) hat dies in erster Linie rechtliche Gründe. Den Verkehrsplanern im Ministerium gelang es mit Hilfe von Computerprogrammen nicht, einen rechtssicheren Plan für temporäre, teilweise Straßensperrungen zu entwickeln. Nach den geltenden Bundesgesetzen – dem Bundesimmissionsschutzgesetz sowie der Straßenverkehrsordnung – dürfen bei derartigen, lokalen Fahrverboten keine Fahrverbotszonen entstehen. Außerdem befürchten die Fachleute im Verkehrsministerium, dass Fahrverbote auf bestimmten Straßen zu einem starken Verdrängungsverkehr und zu neuen Klagen von Anwohnern gegen die hohe Belastung der Luft mit Stickoxid- und Feinstaubemissionen führen könnten.“

Da haben einige Juristen in letzter Sekunde vor der Bundestagswahl wohl noch mal die Kurve gekriegt. Die deutschen Verkehrswende-Fanatiker scheinen ausgetrickst, der Diesel-Fahrer beruhigt – vorerst. Ob die Einschätzungen nach der Bundestagswahl tatsächlich Bestand haben werden, sei einmal dahingestellt. Aber weiß, vielleicht ist ja doch irgendjemandem klargeworden, wie viele Millionen Arbeitsplätze an der deutschen Automobilindustrie hängen.

http://www.geolitico.de/2017/07/16/der-diesel-darf-weiterfahren/#_edn1

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Benzin – 10-mal mehr Feinstaub als bei Diesel Bisher noch keine Bewertung

Dieselautos sind als «Dreckschleudern» verschrien, deutsche Städte planen gar ein Fahrverbot. Dabei stossen Benziner weitaus mehr Feinstaub aus.

storybildEinzig Dieselautos ohne Partikelfilter sind noch unübertroffen, was den Ausstoss schädlicher Stoffe betrifft. (Symbolbild) (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Unter den gesundheitsschädlichen Abgasstoffen der Dieselfahrzeuge waren aufgrund des Abgasskandals insbesondere Stickoxide im Fokus der Kritik. Kürzlich berechneten US-Forschende, dass aufgrund nicht eingehaltener Stickoxid-Grenzwerte bei Dieselautos allein im Jahr 2015 wohl rund 38’000 Menschen vorzeitig gestorben seien.

Doch Benzinautos tragen deutlich mehr zum Ausstoss kohlenstoffhaltigen Feinstaubs bei als moderne Dieselfahrzeuge mit Partikelfilter. Zu diesem Schluss kommen Forschende des Paul Scherrer Instituts (PSI) nach Labormessungen.

In Abgasen steckt eine Vielzahl gesundheits- und umweltschädlicher Stoffe. Dazu zählt beispielsweise kohlenstoffhaltiger Feinstaub, der direkt aus dem Auspuff stammen kann und dann krebserregenden Russ enthält, oder aber in der Atmosphäre aus flüchtigen Kohlenwasserstoffen in den Abgasen entstehen kann.

Bei Kälte mehr Feinstaub

Forschende um André Prévôt vom PSI haben in Laborversuchen die Produktion von kohlenstoffhaltigem Feinstaub bei elf Benzinautos, sowie bei sechs Dieselfahrzeugen mit Partikelfilter und Katalysator gemessen. Dabei vergleichen Sie die Werte bei 22 Grad und bei minus 7 Grad Celsius. Ihre Ergebnisse stellen sie nun im Fachblatt «Scientific Reports» vor.

Demnach stiessen die Benziner bei 22 Grad im Schnitt zehnmal mehr kohlenstoffhaltigen Feinstaub aus als die Dieselautos. Bei minus 7 Grad waren es sogar 62-mal mehr. Die Studienautoren räumen jedoch ein, dass die Emissionen stark vom Messungsort, dem Alter des Fahrzeugs und der Aussentemperatur abhängen, weshalb umfassende Studien zu den Abgaswerten nötig seien.

Die grössten Feinstaubproduzenten bleiben jedoch Dieselfahrzeuge ohne Partikelfilter, betonen die Forscher gemäss einer Mitteilung des Forscherteams.

(sep/sda)

http://www.20min.ch/finance/news/story/Benzin–ndash–10-mal-mehr-Feinstaub-als-bei-Diesel-23952171

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Diesel nur umrüsten lassen oder auch klagen gegen VW? Ist wirklich Eile geboten? Bisher noch keine Bewertung

Wer selber einen Ausgleich für den entstandenen Schaden durchsetzen und juristisch gegen den Autobauer vorgehen möchte, muss schnell aktiv werden.

Für Betroffene des VW-Abgasskandals tickt die Uhr:

Für Betroffene des VW-Abgasskandals tickt die Uhr: Nur bis Ende dieses Jahres will der Konzern auf eine Verjährung möglicher Gewährleistungs- und Schadenersatzansprüche verzichten. Nach Einschätzung der Verbraucherzentralen ist bis dahin allerdings noch nicht mit einer endgültigen Klärung der Rechtslage durch die Gerichte zu rechnen. Wer selber einen Ausgleich für den entstandenen Schaden durchsetzen und juristisch gegen den Autobauer vorgehen möchte, muss schnell aktiv werden.

 Wo sind die Knackpunkte bei der Umrüstung?

Bislang erhielten 1,77 Millionen von 2,4 Millionen betroffenen VW-Autos in Vertragswerkstätten ein Software-Update. Teilweise wurde ein Kunststoffrohr eingebaut, das den Luftstrom im Motor ändert. Angesichts der Entschädigungszahlungen für VW-Kunden in den USA von 5000 bis 10.000 Dollar kritisieren Verbraucherschützer die Maßnahmen für deutsche Kunden als Schmalspurprogramm. Sie bemängeln, dass VW bislang keine Garantieerklärung zu möglichen Nachteilen bei der Motorleistung und beim Kraftstoffverbrauch, bei der Lebensdauer und dem zukünftigen Wartungsbedarf nach einer Umrüstung abgegeben hat.

Was bedeutet die neue De-facto-Garantie für Bauteile?

Sie gilt laut VW für insgesamt elf Bauteile des Abgasrückführungssystems, des Kraftstoffeinspritzsystems und des Abgasnachbehandlungssystems – wie etwa Temperaturfühler, Einspritzdüse oder Einspritzleitung. Sie beginnt an dem Tag, an dem der Diesel in der Werkstatt eine Software-Aktualisierung erhielt oder noch erhält.

Was können Betroffene unternehmen, denen eine Umrüstung nicht reicht?

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) rät ihnen, sich möglichst noch vor der Umrüstung den Anspruch auf Gewährleistung zu sichern, indem sie sich vom Autohändler schriftlich bestätigen lassen, dass dieser sich die Umrüstungsarbeiten durch VW zurechnen lässt. Der Verband empfiehlt außerdem, den Autohändler aufzufordern, auf die sogenannte Einrede der Verjährung mindestens bis zum Ablauf des zweiten Monats nach Ende der Rückrufaktion, bestenfalls sogar bis Ende 2021 zu verzichten. Auf seiner Website stellt der vzbv Musterbriefe bereit.

Was können VW-Kunden angesichts der noch unklaren Rechtslage tun?

Laut Julia Rehberg von der Verbraucherzentrale Hamburg haben Betroffene drei Möglichkeiten: Die weitere Entwicklung beobachten und abwarten in dem Bewusstsein, dass die Verjährung verstreichen kann; Auf Nummer sicher gehen und einen professionellen Dienstleister beauftragen, der im Erfolgsfall eine Provision erhält; Klagen, wenn sie das Risiko nicht scheuen.

Lohnt sich eine Klage gegen VW?

Wer als Besitzer eines manipulierten Autos klagt, hat nach Ansicht des Verbraucherschutzexperten Herrman-Josef Tenhagen „gute Chancen“. Immer häufiger würden Gerichte zugunsten von VW-Kunden urteilen – auch wenn noch kein Urteil rechtskräftig sei. Wer eine Rechtsschutzversicherung habe, solle sich einen guten Anwalt suchen, empfiehlt Tenhagen. Wer keine Rechtsschutzpolice hat und kein Risiko eingehen möchte, könne sich laut Tenhagen zum Beispiel an Rechtsdienstleister wie Myright oder vw-verhandlung.de wenden.

Was machen die Rechtsdienstleister?

Myright strebt eine Art Sammelklage direkt gegen den VW-Konzern an, die im September 2017 starten soll. Wer sich anschließen möchte, kann dies noch bis Ende Juni tun. Die Anwälte von vw-verhandlung.de wollen 150 Einzelklagen bei verschiedenen Gerichten einreichen.

Ist wirklich Eile geboten?

VW-Kunden, die den Neuwagen direkt beim Hersteller und vor mehr als zwei Jahren gekauft haben, sollten sich laut Rehberg möglichst schnell beraten lassen.

„Auf jeden Fall sollte man nicht abwarten, bis das Verfahren beim BGH durch ist, dann ist es eventuell zu spät“, warnt sie.

Wann wird es Rechtssicherheit für VW-Kunden geben?

Nach Einschätzung des vzbv wird es drei bis vier Jahre dauern, bis ein Urteil des Bundesgerichtshofs Klarheit geben wird. Deshalb fordert er von VW, die Verjährungsfrist für eventuelle Gewährleistungs- und Schadenersatzansprüche auszusetzen, bis ein BGH-Urteil vorliegt.  (afp)

http://www.epochtimes.de/wirtschaft/verbraucher/diesel-nur-umruesten-lassen-oder-auch-klagen-gegen-vw-a2143933.html

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