Besinnliche Weihnachten: Was feiern wir eigentlich? (Video) 4.56/5 (9)

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Die meisten Christen haben als Kind gelernt, dass sie Weihnachten feiern, weil dann das Christkind geboren wurde, dem zu Ehren sie einen Christbaum oder auch eine Weihnachtskrippe und einen Adventskranz aufstellen, in die Christmette gehen und dass sie ein Geschenk und leckere Sachen vom Nikolaus oder Weihnachtsmann bekommen, wenn sie brav waren – oder vielleicht auch die Rute von Knecht Ruprecht zu spüren bekommen, wenn sie es nicht waren.

 Doch je älter man wird, umso mehr Fragen beginnt man sich zu stellen, bis man selbst nicht mehr so recht an all das glauben kann, was man uns so erzählt hat. Viele werden aber trotzdem ihren Kindern alles genauso beibringen, wie sie es selber gelernt haben und sich dabei vielleicht sogar selber einen falschen Bart ankleben und ins Weihnachtsmannkostüm schlüpfen, um auch ihnen schöne Weihnachten zu bescheren.
Da Weihnachten aber auch als eine „besinnliche Zeit“ gilt, sollten wir uns neben all dem uns umgebenden Weihnachtskitsch aber auch einmal Gedanken darüber machen, was im Mittelpunkt dieses Festes steht und was wir da eigentlich feiern. Wenn man ehrlich ist, werden die meisten von uns zugeben müssen, dass die Kinder mit Weihnachten hauptsächlich verbinden, dass sie endlich ihre lang ersehnten Geschenke bekommen, während die Erwachsenen froh sind, dass der ganze vorweihnachtliche Rummel vorbei ist und man endlich ein paar Tage in Ruhe seinen Urlaub genießen kann.

Man kann es drehen und wenden wie man will: Weihnachten ist in vielen Fällen längst zu einem kollektiven Konsumrausch, einer Fressorgie, einer vorgetäuschten Familienharmonie und einer Realitätsflucht verkommen, sei es zuhause vor der dauerberieselnden Glotze mit Heile-Welt-Gesülze oder irgendwo fern der Heimat, wo einen möglichst wenig an genau das erinnern soll – von „Fest der Liebe“ also keine Spur.

Der Weihnachtsmann – eine Werbefigur von Coca-Cola

Der konsumorientierte Charakter des heutigen Weihnachtsfestes wird bereits daran deutlich, dass der „Weihnachtsmann“ – so wie wir ihn heute kennen – eigentlich eine Erfindung von Coca-Cola ist, indem sich seit den 1920er Jahren das Weihnachtsmannkostüm in den charakteristischen Coca-Cola-Farben Rot und Weiß durchsetzte:

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Das Aussehen, das wir heute mit dem Weihnachstmann verbinden, wurde vor allem von Haddon Sundblom, einem US-amerikanischen Grafiker und Cartoonisten mit skandinavischer Abstammung, geprägt, der von 1931 bis 1964 Zeichnungen für die Coca-Cola-Werbung anfertigte, für die sein Freund, ein Coca-Cola-Auslieferungsfahrer namens Lou Prentiss, Modell stand. Später, als sein Freund gestorben war, soll das eigene Gesicht Sundbloms als Vorlage für die Zeichnungen gedient haben.

Es gibt jedoch auch eine Reihe von Figuren, die bei der Erfindung des Weihnachtsmanns Pate gestanden haben.

Väterchen Frost und Grüner Mann

Die wohl größte Ähnlichkeit mit dem Weihnachtsmann hat das in den slawischen Ländern verbreitete Väterchen Frost (engl.: Jack Frost), bei dem es sich im Prinzip um eine Personifizierung des Winters handelt. Im Gegensatz zum westlichen Weihnachtsmann trägt dieser jedoch einen eisgrauen oder blauen Mantel, der heute unter westlichem Einfluss vermehrt einem roten Mantel gewichen ist.

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Außerdem trägt er ein Zepter mit dem er alles mit Eis und Schnee bedecken kann, was er damit berührt. Er stellt somit den Gegenspieler zum Grünen Mann dar, der als Frühlingsbringer gilt (engl: Jack-in-the-Green).

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Indem Väterchen Frost tief in der Taiga lebt, entspricht er jedoch unserem Weihnachtsmann, der sich nach einem „Nikolausgedicht“ mit den Worten vorstellt: „Von drauß’ vom Walde komm ich her…“

Der heilige Nikolaus – ein Bischof aus der heutigen Türkei

Nikolaus von Myra (zwischen 270 und 286 – 326, 345, 351 oder 365) ist zwar eine historische Person und ein christlicher Heiliger, hat aber ursprünglich nichts mit dem Weihnachtsfest zu tun. Er war Bischof von Myra, einem Ort im römischen und später byzantinischen Reich, der in der heutigen Türkei liegt und „Demre“ genannt wird.

Um den historischen Nikolaus ranken sich verschiedene Legenden, denen zufolge er z.B. sein ererbtes Vermögen unter den Armen verteilt haben (und drei Jungfrauen beschenkt haben) soll – so bezeugen es Bischöfe des 4. Jahrhunderts wie Ambrosius von Mailand und Basilius von Caesarea. Allerdings basieren die ihm zugeschriebenen Legenden z.T. auch auf dem gleichnamigen Abt des Klosters Sion bei Myra, der später Bischof in Pinara war und 564 starb.

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Anstelle des Zepters trägt er den Bischofsstab, der eigentlich einen Hirtenstab repräsentiert.

Dass der heilige Nikolaus auch als „Weihnachtsmann“ bezeichnet wird, hatte sicher auch damit zu tun, dass sein Gedenktag, der nach dem julianischen Kalender am 6. Dezember gefeiert wird, nach dem gregorianischen Kalender auf den 19. Dezember fällt – und somit nur wenige Tage vor Weihnachten. Als durch die protestantische Reformation die Heiligenverehrung abgelehnt wurde, wurde auch die Verehrung des heiligen Nikolaus als Geschenkebringer auf das weihnachtliche Christkind übertragen. Indem sich die Heiligenverehrung jedoch in den katholischen Regionen erhalten hat, ist es schließlich zu einer Vermischung beider Glaubensvorstellungen gekommen.

Saturnalien – ein römisches Fest zu Ehren des Gottes Saturn

Interessant ist, dass es in mittelalterlichen Klosterschulen den Brauch gab, dass am Nikolaustag Kinder einen „Kinderbischof“ wählen durften, der mancherorts bis zum 28. Dezember (dem Tag der unschuldigen Kinder) „im Amt“ bleiben konnte und die Erwachsenen für ihr Fehlverhalten Tadeln durfte. Hierdurch ist eine Anknüpfung an die römischen Saturnalien gegeben, dem römischen Festtag zu Ehren des Gottes Saturn, der am 17. Dezember gefeiert wurde. Saturn galt als Herrscher des urzeitlichen goldenen Zeitalters und wird assoziiert mit dem griechischen Gott Kronos. Saturn wird häufig mit Sichel in der Hand dargestellt und erscheint ebenfalls als alter Mann mit Bart.

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Die Saturnalien waren vor allem dadurch gekennzeichnet, dass die Standesunterschiede vorübergehend außer Kraft gesetzt wurden und somit die Sklaven wie Gleichgestellte behandelt wurden oder die Rollen wurden sogar (scherzhaft) vertauscht, indem die Herren ihre Sklaven bedienten. Zu diesem Zweck wurde ein Saturnalienfürst ernannt, der auch „König des Trinkens“ genannt wurde, was auf einen höheren Weinkonsum hindeutet (und was zu unserem erhöhten Glühweinkonsum an Weihnachten passt). Allgemein war die Moral gelockert und es war auch offiziell das Würfelspiel um Geld erlaubt.

An manchen deutschen Hochschulen wie in Köln oder Kiel werden auch heute noch traditionell die Saturnalien als Studentenfest veranstaltet, bei dem man mit den Dozenten abrechnet. Auch die heute üblichen (vorweihnachtlichen) Weihnachtsfeiern außerhalb der eigenen Familie, bei denen sich Chefs und Untergebene ebenfalls näher kommen und dabei reichlich Alkohol trinken, können in der Tradition der Saturnalien gesehen werden (Schlimmer geht’s immer: Bizarre Aufnahmerituale der Eliten (Video)).

Pan, Saturn und Satan als Vorbilder für Knecht Ruprecht

Das Weintrinken wurde in der Antike vor allem mit Dionysus assoziiert, der als Gott des Weines, der Freude, der Fruchtbarkeit, des Wahnsinns und der Ekstase gilt und zu dessen Anlass auch ein eigenes Fest – die Dionysien – gefeiert wurde.

Auch die Verehrung des antiken Gottes Pan (gr.) bzw. Faunus (lat.) ist durch die Figur des Knecht Ruprecht in die Weihnachtstradition eingeflossen. Pan – ursprünglich ein griechischer Hirtengott, der als Mischwesen von Mensch und Ziegenbock und mit Hörnern ausgestattet als Vorbild unserer Darstellung des Teufels dient – befand sich im Gefolge des Dionysos und verkörperte die Wollust. Nach einer Erzählung soll er zudem ein Sohn des Gottes Kronos gewesen sein. Pan war auch der Gott des Waldes und zu seinen Attributen gehört neben der von ihm erfundenen Panflöte auch ein Stab, der als Vorbild für die „Rute“ gedient haben kann. Außerdem leitet sich von ihm der Ausdruck „Panik“ ab, die so manches Kind beim Anblick des Knecht Ruprecht überkommen kann.

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Indem die Figur des Knecht Ruprecht an Pan angelehnt ist, verkörpert er den Gegensatz zum Weihnachtsmann bzw. heiligen Nikolaus und fungiert gewissermaßen als „gezähmter Teufel“, der mit seiner Rute für die Bestrafung von Kindern zuständig ist, die nicht brav waren. Er gilt seit dem späten Mittelalter vor allem als Kinderschreck, wobei er sogar als Kinderfresser dargestellt wurde, wie etwa an einem Brunnen im schweizerischen Bern:

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Die Figur des Knecht Ruprecht ist damit auch eindeutig angelehnt an den Gott Saturn/Kronos, der ebenfalls alle seine Kinder (bis auf Jupiter) gefressen haben soll, nachdem ihm geweissagt wurde, dass er durch seinen eigenen Sohn entmachtet werden würde (Das Motiv der Entmachtung durch ein neugeborenes Kind wird später noch einmal bedeutsam sein.):

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Doch die Figur des Gottes ist ambivalent. Indem er als Gott des Ackerbaus mit der Ernte assoziiert und mit einer Sichel dargestellt wird, entspricht er zwar einerseits dem „Sensenmann“, der für Tod und Vergänglichkeit steht, aber die Ernte erhält zeitweilig auch neues Leben aufrecht. Der Vorgang des „Kinderfressens“ darf im ursprünglichen mythologischen Sinn daher nicht (nur) wörtlich verstanden werden, sondern es repräsentiert auch das allmähliche „Verschlingen“ des Lebens durch den Ablauf der Lebenszeit. 

Saturn als Vorbild für den Weihnachtsmann

Diese Attribute des Gottes Saturn sind es auch, die in die Figur des Weihnachtsmannes eingeflossen sind, indem etwas Altes endet und etwas Neues beginnt. Daher steht das Weihnachtsfest auch in enger Verbindung mit dem Jahreswechsel, indem es den Übergang markiert und das alte Jahr dem neuen Jahr etwas „mitgibt“, d.h. schenkt. Aus diesem Grund wird der Weihnachtsmann als alter Mann dargestellt und das Kind repräsentiert das neu Entstehende.

Saturn wird auch in einem Wagen dargestellt, der von zwei Drachen gezogen wird und mit diesem durch den Himmel fliegt. Offensichtlich ist daraus später der von Rentieren gezogene Schlitten des Weihnachtsmanns geworden (mit dem er auch fliegen kann).

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Das Motiv eines über den Himmel ziehen Streitwagens hängt zusammen mit der so genannten „Wilden Jagd“, einer aus der Volksmythologie stammenden Vorstellung von einer Himmelserscheinung, die vor allem während der 12 Weihnachtsnächte bzw. Raunächte zu sehen sein soll, die bis ins germanische Heidentum zurückreicht und in Skandinavien auch als „Odins Jagd“ bezeichnet wird.

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(Wotan reitet auf dem achtbeinigen Ross Sleipnir)

Dabei soll es sich um Geistererscheinungen handeln bzw. um die Seelen gefallener Krieger, die nicht zur Ruhe gekommen sind und mit „fürchterlichen Gerassel unter Schreien, Johlen, Heulen, Jammern, Ächzen und Stöhnen durch die Lüfte“ fahren. Dies erinnert daran, dass der Schlitten des Weihnachtsmanns von Schellenklang begleitet ist sowie an seinen charakteristischen Ruf „Ho, ho, ho“.

Das Motiv eines mit einem Streitwagen bzw. einer Sonnebarke über den Himmel fahrenden Gottes erinnert aber auch an antike Vorstellungen von Sonnengöttern wie dem ägyptischen Re oder dem griechischen Helios.

Die phrygische Mütze als Magierhut

Die Mütze des Saturns, aber auch die des Weihnachtsmanns, ähnelt einer phrygischen Mütze, die ursprünglich aus dem Hodensack eines Stieres bestand. Der Grund dafür geht auf alte schamanistische Vorstellungen zurück, wonach durch das Tragen von aus bestimmten Tieren hergestellten Kleidungsstücken, deren Eigenschaften auf den Träger übergehen sollten.

So wurden z.B. der persische Gott Mithras und die thrakische Mondgöttin Diana mit einer phrygischen Mütze dargestellt, aber auch die heiligen drei Könige bzw. Weisen (d.h. Magier) aus dem Morgenland:

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(Die drei Weisen aus dem Morgenland mit phrygischen Mützen)

Die phrygische Mütze war somit nicht nur ein charakteristisches Kennzeichen der jeweiligen Gottheit, sondern auch derjenigen, die in entsprechende Mysterien eingeweiht waren und dadurch privilegiert waren, Stieropfer zu Ehren der Gottheit auszuführen, wodurch die Erneuerung des Lebens symbolisiert wurde.

Der Weihnachtsbaum als Paradiesbaum

Auch die Tradition des Weihnachtsbaums geht auf einen römischen Brauch bzw. den Mithras-Kult zurück. Bei den Römern wurden die Häuser zum Jahreswechsel mit Lorbeerzweigen geschmückt und im Mithras-Kult ehrte man durch Schmücken eines Baumes den Sonnengott.

In nördlichen Regionen sollten mit Hilfe von in Häuser mitgebrachten Tannenzweigen böse Geister abgewehrt werden und gleichzeitig sollten sie durch ihre grüne Farbe die Hoffnung auf die Rückkehr des Frühlings wach halten.

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(Weihnachtsbaum als Paradiesbaum mit Apfelschmuck)

Der 24. Dezember war im Mittelalter der liturgische Gedenktag von Adam und Eva und zu diesem Anlass wurden in der Kirche Paradiesspiele aufgeführt, bei denen ein Paradiesbaum aufgestellt wurde, der mit Äpfeln behängt wurde. In dieser Form symbolisierte er den Baum der Erkenntnis und die Äpfel dessen verbotene Frucht, deren Verzehr durch Adam zur Vertreibung aus dem Paradies führte. An die Stelle der Äpfel sind die Christbaumkugeln getreten, die aus diesem Grund häufig rot sind.

Der Adventskranz als Lichterkrone

Der Brauch des Adventskranzes bzw. Lichteranzündens ist weit verbreitet, so z.B. beim hinduistischen Diwali (dt.: Lichterkette), das in Nordindien zugleich den Neujahrstag markiert. Kernaussage des Festes ist der Sieg des Guten über das Böse, der Wahrheit über die Lüge, des Lichts über den Schatten und des Lebens über den Tod.

Auch beim jüdischen Fest Chanukka handelt es sich um ein achttägiges Lichterfest, in diesem Fall zum Gedenken an die Wiedereinweihung des zweiten Tempels in Jerusalem im Jahr 164 v. Chr. Das Fest beginnt am 25. Tag des Monats Kislew (November/Dezember) und beim Chanukka-Leuchter wird jeden Tag eine Kerze mehr angezündet.

Der Brauch des christlichen Adventskranzes wurde erst 1839 in Norddeutschland eingeführt und soll ursprünglich aus einem Wagenrad mit 24 Kerzen bestanden haben. Heute verwendet man nur noch vier, von denen vier Wochen vor Weihnachten jede Woche eine Kerze mehr, der Reihe nach angezündet wird.

Bei den Nationalsozialisten wurde der Adventskranz durch den „Sonnwendkranz“ oder „Lichterkranz“ ersetzt, der meist mit Sonnenrad- oder Wikingersymbolik verziert war. Die Kerzen repräsentierten anstelle der vier Wochen bis Weihnachten die vier Jahreszeiten und wurden „Wünschelichter“ genannt, deren Anzünden mit so genannten „Lichtersprüchen“ einherging.

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(Luciafest in Schweden)

In Skandinavien wird am 13. Dezember, dem Gedenktag der heiligen Lucia, das „Luciafest“ gefeiert, der vor der Einführung des gregorianischen Kalenders im Jahre 1752 der kürzeste Tag des Jahres war. Das Fest steht somit ebenfalls in der Tradition der heidnischen Sonnenwendfeiern und ist kaum noch christlich geprägt. Dabei wird ein Mädchen für die Rolle der Lucia ausgesucht, das ein weißes Gewand trägt und einen Kranz mit Kerzen auf dem Kopf.

Das Christkind als weiblicher Engel

Obwohl das Christkind dem Namen nach den neugeborenen Jesus repräsentiert, ähnelt das Erscheinungsbild jedoch der schwedischen Lucia, indem es ebenfalls von einem Mädchen in einem weißen Gewand verkörpert wird und das anstelle des Lichterkranzes eine goldene Krone trägt. Außerdem trägt es bevorzugt blonde Haare oder eine goldene Perücke und das Gewand ist besonders an den Ärmeln mit goldener Farbe verziert, was die Ärmel wie Flügel erscheinen lässt und den Eindruck einer engelhaften Erscheinung verstärkt.

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Wurde Jesus an Weihnachten geboren?

Es ist sehr umstritten, ob Jesus Christus wirklich als historische Person nachweisbar ist (War Jesus Caesar? 2000 Jahre Anbetung einer Kopie (Videos)). Selbst Experten, die von seiner Geburt überzeugt sind, gehen davon aus, dass diese nicht im Jahre 0 stattgefunden hat, nicht am 24. Dezember und auch nicht in Bethlehem. Stattdessen soll er entweder im Jahre 7 oder 4 v. Chr. und im April oder Sommer in Nazareth geboren sein.

Zwar ist es durchaus möglich, dass es einen Jesus von Nazareth wirklich gab, aber es spricht vieles dafür, dass seine Person und seine Biografie so stark idealisiert wurde, dass viele Berichte über sein Leben eher symbolisch aufgefasst werden müssen, wenn nicht sogar alle. Zwar wird immer wieder behauptet, dass die Existenz Jesu durch römische Quellen belegt sei, jedoch ist darin in der Regel von einem „Christus“ die Rede. Das Wort Christus ist die lateinisierte Form des griechischen Wortes für „Gesalbter“ und bezeichnet von Gott auserwählte Könige oder Priester. Das bedeutet, dass der Name „Christus“ als Titel zu verstehen ist, der nicht ausschließlich auf Jesus von Nazareth zutreffen muss.

Parallelen zwischen Jesus und Krishna

Die Liste der Personen und Gottheiten, die bemerkenswerte Übereinstimmungen mit dem Leben Jesu aufweisen ist lang und würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Als Beispiel sei hier nur auf einige Parallelen zum hinduistischen Gott Krishna hingewiesen:

Als erstes fällt bereits der ähnliche Wortstamm der Namen „Christus“ und „Krishna“ auf. Außerdem wird Krishna von seinen Anhängern als „Inkarnation des Höchsten“ verehrt, was ebenfalls zur Beschreibung Jesu als „Gottes Sohn“ passt. Sein himmlischer Wohnort war „Goloka“, während Jesus auf „Golgotha“ gekreuzigt wurde. Wie Jesus sollte auch Krishna kurz nach seiner Geburt getötet werden, konnte jedoch unter Kuhhirten überleben, während bei Jesu Geburt im Stall ein Ochse anwesend gewesen sein soll und er der „Gute Hirte“ genannt wird. Der neugeborene Krishna wurde von Vasudeva über einen Fluss getragen, so wie Jesus vom heiligen Christophorus über einen Fluss getragen wurde.

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Krishna wird irrtümlich durch den Pfeil eines Jägers getötet, bei Jesus ist es der römische Soldat Longinus, der ihm den Speer in die Seite stößt. Krishna hat dem Jäger verziehen, während Jesus gerufen haben soll: „Oh Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun.“ Krishna kehrte in den Himmel zurück, auch Jesus soll nach seiner Wiederauferstehung in den Himmel aufgefahren sein. Krishna soll eine Krone getragen haben, während Jesus bei seiner Kreuzigung von den Römern zum Spott eine Dornenkrone aufgesetzt bekam.

Weihnachten als Wiedergeburt des Lichts

Meist wird Jesus mit einem „Heiligenschein“ dargestellt, doch dies ist auch bei vielen anderen, nicht-christlichen Heiligen und Gottheiten der Fall, so wie bei Buddha.

Vor allem aber symbolisiert er das „Licht der Welt“ und er entspricht damit einem Licht- oder Sonnengott wie etwa Aton und Horus (Ägypten), Sunna/Sol (Germanen), Apollo und Helios (Griechen), Lugh und Sulis (Kelten), Mithra (Perser), Mithras und Sol (Römer) sowie Mitra (Südasien), während seine 12 Apostel stellvertretend für die 12 Monate bzw. Tierkreiszeichen stehen und seine Mutter Maria wie so viele andere weibliche Gottheiten mit dem Mond assoziiert wird (Astrotheologie: Sonnenkult Jesus (Videos)).

Die Geburt Jesu kann somit in Analogie zur Wintersonnenwende als Wiedergeburt des lebensspendenden Lichts verstanden werden. Indem Jesus drei Tage nach seinem Tod wiederauferstanden sein soll, entspricht dies in etwa dem zeitlichen Abstand der Wintersonnenwende am 21. Dezember zum Beginn der Weihnachtsfeiern am 24. Dezember.

Die Wiederauferstehung kann aber auch in einem spirituellen Sinne verstanden, indem der Tod des alten Ichs die Voraussetzung für ein neues, erleuchtetes Leben ist. Dies entspricht auch dem schamanistischen Weltbild, nach welchem der angehende Schamane bei seiner Initiation in Trance seine eigene Zerstückelung und Wiederbelebung erfährt und wie es z.B. auch im Osiris-Mythos der Fall ist.

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(Osiris als lebensspendender „grüner Mann“)

In diesem Sinne ist Weihnachten nicht nur ein Fest einer Erneuerung des Lebens auf der Erde, sondern auch einer spirituellen Erneuerung des menschlichen Geistes.

Video: Zeitgeist ist ein von Peter Joseph produzierter Film, der mit den Mitteln eines Dokumentarfilms u.a. eine Reihe von Verschwörungstheorien rund um das Christentum, die Anschläge vom 11. September 2001 sowie die Verbindung zwischen Hochfinanz und Kriegswirtschaft aufgreift.

http://www.pravda-tv.com/2015/12/besinnliche-weihnachten-was-feiern-wir-eigentlich-video/

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Gruß an die Erneuerung

Der Honigmann

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Die zwölf Rauhnächte 5/5 (6)

Die Rauhnacht bzw. Rauhnächte (auch Raunacht oder Rauchnacht) oder Zwölf Nächte (auch Zwölfte) oder Glöckelnächte sind einige Nächte um den Jahreswechsel, denen im europäischen Brauchtum oft besondere Bedeutung zugemessen wird.

 Mit dem Julfest haben die Germanen das vollendete Sonnenjahr gefeiert. Das Sonnenjahr geht von Wintersonnenwende zu Wintersonnenwende und dauert exakt 365,25 Tage. Doch das Mondjahr hatte bei den Germanen auch eine große Bedeutung.
Ein Mondjahr beinhaltet 12 Mondmonate die jeweils von Neumond zu Neumond gehen. Diese 12 Mondphasen dauern jeweils ca. 29,5 Tage. Dies ergibt für die Länge des Mondjahres genau 354 Tage.

So ergab sich für die Germanen eine Differenz zwischen Sonnen- und Mondjahr von 11 Tagen und 12 Nächten – die 12 Rauhnächte. Diese 12 Rauhnächte liegen somit sprichwörtlich „zwischen den Jahren“ und sind gewissermaßen zeitlos.

Für die Germanen hatten die 12 Rauhnächte große Bedeutung. Hier sollten die Geschehnisse jeder einzelnen Nacht, symbolisch für einen Monat des folgenden Jahres stehen. So sollen z.B. die Träume in diesen Nächten Aufschluss darüber geben, was passieren wird.

Es wurden in diesen Nächten auch Orakel befragt, die Auskunft über die Zukunft geben sollten. Dieser Brauch hat sich im Bleigießen zu Silvester erhalten. Es heißt, daß in den Rauhnächten die Seelen der Verstorbenen als wilde Horde, angeführt von Wodan (bzw. nordger. Odin), durch die Luft brausen.

Mit dem zu Jul entzündeten Räucherwerk wollte man die verstorbenen Seelen vom Heim fernhalten. Es wird allgemein angenommen, daß vom Rauch dieses Räucherwerkes der Name Rauhnächte abgeleitet wurde.

Frau Holle ist wahrscheinlich mit der germanischen Freyja, manche vermuten Hel, gleichzusetzen, sie gilt als Schutzpatronin in diesen Tagen. Frau Holle mag es nicht, wenn jemand faul und unnütz in den Tag hinein lebt, doch in diesen 11 Tagen und 12 Nächten möchte sie, daß der Mensch sich ausruht und sich auf sein inneres Wesen besinnt.

(Wahrsagen in den Rauhnächten, russische Illustration, 1885)

Zu Jul soll er deshalb alle Gedanken und Verhaltensweisen, die nicht zu ihm gehören, fallen lassen. Symbolisch heißt es, daß diese fremden Eigenschaften von Wodans wildem Geisterheer der 12 Rauhnächte aufgenommen und für immer fortgetragen werden.

Des weiteren sollen die Menschen in diesen Tagen Rückschau auf das vergangene Jahr halten und sich auf das Folgende vorbereiten und sich für dieses auch gute Vorsätze machen.

Die Kirche hat die 12 germanischen Rauhnächte in ihrem Weihnachtsfest übernommen. Daher folgt auf die 12 Nächte nach dem ersten christlichen Weihnachtstag am 25. Dezember, der 6. Januar als Dreikönigstag. Dieser ist nach den drei Magiern aus dem Morgenland benannt, welche dem Stern von Bethlehem folgten und so das Jesuskind fanden (War Jesus Caesar? 2000 Jahre Anbetung einer Kopie (Videos)). Die Kirche verlegte also das Fest drei Tage nach vorne.

Da der Beginn der 12 Rauhnächte seit Ur-Zeiten immer die erste Nacht nach der Wintersonnenwende war, hatten neben den Germanen auch Völker, wie die Inder, Iraner, Griechen und Römer dieses alte Datum (Besinnliche Weihnachten: Was feiern wir eigentlich? (Video)).

http://www.pravda-tv.com/2016/12/die-zwoelf-rauhnaechte/

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Gruß an die alten Bräuche

Der Honigmann

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METI sendet Botschaft ins Planetensystem um den Luytens-Stern 4.33/5 (6)

von Andreas Müller

Visualisierung der METI-Botschaft, die mit dem EISCAT-Radioteleskop nahe Tromso in Richtung des potentiell lebensfreundlichen Exoplaneten GJ 273b.
Copyright/Quelle: METI.org / Sónar Festival

San Francisco (USA) – Bereits vor einem Monat haben Astronomen von METI International mit einem Radioteleskop in Norwegen eine Botschaft in das Planetensystem um den auch als Luyten-Stern bezeichneten Stern Gliese (Gj) 273 gesendet. Im Gegensatz zu SETI-Astronomen, die nach Botschaften “von” außerirdischen Zivilisationen suchen, wollen METI-Astronomen Botschaften der Erde gezielt “an” potentiell vorhandene Außerirdische senden. Sollte die jüngste Botschaft auf Empfänger treffen, könnten wir in rund 25 Jahren vielleicht mit einer Antwort rechnen. SETI-Vertreter kritisieren derweil die eigenmächtige Entscheidung zur gezielten Kontaktsuche.

Der Luyten Stern ist ein Roter Zwergstern in etwa 12,35 Lichtjahren Entfernung und beherberg mindestens zwei Planeten, von denen einer – GJ 273b – Leben, ähnlich wie jenes auf der Erde, tragen könnte.

Wie die METI-Astronomen erst jetzt berichteten, haben sie bereits am 16.-18. Oktober im Rahmen des Projekts “Sónar Calling GJ 273b” eine Botschaft ins Luytens-System gesendet, die nicht nur eine Antwort der dort erhofften Zivilisation provozieren, “sondern auch die Grundlage für zukünftige METI-Projekte legen soll”, zitiert “Space.com” den Präsident von Messaging Extreterrestrial Intellicence (METI International), Douglas Vakoch: “Es ist der Prototyp von Botschaften, wie wir sie vielleicht noch 100, 1000 oder eine Million mal senden müssen (bevor wir eine Antwort erhalten).”

Während METI-Kritiker wie der berühmte Physiker Stephen Hawking und führende SETI-Astronomen teilweise sogar davor warnen, dass wir durch das auch als “aktives SETI” bezeichnete METI – also die gezielte Botschaft unserer eigenen Existenz ins All und zu potentiell bewohnten Welten, auch uns feindlich gesinnte und überlegene Zivilisationen auf uns aufmerksam machen könnten – und befürchten beim Zusammentreffen mit einer uns überlegenen Zivilisation, entsprechend zerstörerische Konsequenzen für unsere eigene,

Zumindest mit Blick auf die Botschaft für den Luytens Stern teil Vakoch diese Zweifel und Befürchtungen gegenüber Space.com allerdings nicht: “Es fällt mir wirklich schwer, mir ein Szenario auszumalen, in dem eine Zivilisation rund um den Luytens Stern zwar die Fähigkeiten entwickelt haben könnten, zur Erde zu gelangen und uns bedrohen, dennoch nicht schon längst unsere bisherigen unfreiwilligen TV-, Radiosignale empfangen und als solche erkannt haben könnte.”

Gemeinsam mit dem spanischen Institute of Space Studies of Catalonia und Machern des Elektro-Musik-und-Multimedia-Festivals “Sónar” in Barcelona haben die METI-Astronomen um Vakoch. Auf diese Weise soll sowohl dem wissenschaftlichen Anspruch als auch dem Umstand entsprochen werden, dass man sich eben nicht als Vertreter der gesamten Menschheit betrachtet.

Die Botschaft selbst besteht denn auch zunächst aus einer mathematischen Einführung und 33 Kurzkompositionen von Künstlern der Sónar-Community, die in Form einer Binärcode-Botschaft auf zwei unterschiedlichen Radiofrequenzen mit Hilfe der 33 Meter durchmessenden Radioantenne des “European Incoherent Scatter Scientific Association” (EISCAT) nahe Tromso in Richtung des Luytens Stern gesendet wurde.

Im April kommenden Jahres soll der Einführung eine Fortsetzung auf weitren Frequenzen folgen…

Quelle: https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/meti-sendet-botschaft-zum-luyten20s-stern201711/

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Gruß

Der Honigmann

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Geburt der G3 wird historisches Ereignis 4.88/5 (8)

von Sputnik News

Russian President Vladimir Putin and Turkish President Recep Tayyip Erdogan, right, at a news conference following the Russian-Turkish talks in Ankara

Die Präsidenten Russlands, der Türkei und des Iran werden am heutigen Mittwoch in Sotschi zusammentreffen. Im Mittelpunkt der Verhandlungen wird zwar die Regelung der Syrien-Krise stehen. Das Treffen an sich hat aber eine wesentlich größere Bedeutung, schreibt die Zeitung „Wsgljad“.

Ein Treffen von diesem Format findet zum ersten Mal seit 500 Jahren statt, die Geburt der „G3 TIR“ wird Bedeutung in der Zeitgeschichte erlangen, betont der Autor des Artikels.Als Russland vor zwei Jahren die Militäroperation in Syrien begann, erklärten die geopolitischen Gegner des Landes dies mit dem Wunsch, Basten im Spiel mit den USA um die Ukraine zu bekommen. „Wahnsinn, viele glaubten aber daran“, schreibt der Autor. Die Prognose lautete: Niederlage und Verschlechterung der Beziehungen zu Arabern und Sunniten gleichzeitig. Das Ergebnis sehe aber ganz anders aus, so das Blatt.

Moskau hat nicht nur geholfen, den Großteil Syriens unter die Kontrolle von Damaskus zurückzubringen, sondern auch geschafft, den eigenen geopolitischen Einfluss in der Region und in der Welt zu stärken. Das bevorstehende Treffen von Wladimir Putin, Recep Tayyip Erdogan und Hassan Rouhani in Sotschi ist der beste Beleg dafür.

Milizen der Terrorgruppe Dschebhat an-Nusra im syrischen Dorf Aziza (Archiv)
© AFP 2017/ Guillaume Briquet

Die drei Präsidenten werden die Syrien-Regelung erörtern, die so umgesetzt werde, wie sie entscheiden. Denn Ankara und Teheran sind die wichtigsten Nachbarn Syriens, die zudem in den Bürgerkrieg am stärksten involviert seien. Moskau ist seinerseits das Land, das den Kriegsverlauf komplett veränderte.Die Zukunft Syriens wird in Damaskus bestimmt, von der Position der drei Länder hänge jedoch ab, wie das neue Syrien organisiert werde, welche Garantien verschiedene Minderheiten und Regionen im Land bekommen würden. Fest steht, dass alle drei Länder das geeinigte Syrien aufrechterhalten, dabei aber auch eigene Interessen durchsetzen wollen.

Die Tatsache, dass sich die G3 auf das Thema der Syrien-Regelung geeinigt haben, sei noch wichtiger als die Regelung selbst. Denn die Geschichte der Beziehungen zwischen Russland, der Türkei und dem Iran zähle hunderte Jahre – die Staatschefs dieser Länder trafen sich allerdings noch nie zuvor in diesem Format. Vor dem Hintergrund der Rolle, die diese Länder in der Region und in der Welt spielen, habe das Treffen eine enorme Bedeutung.

Das Potential von russisch-iranischen Beziehungen – sowohl politischen als auch wirtschaftlichen – sei sehr groß. Das gleiche betreffe auch die Türkei.

Der Iran sei absolut unabhängig. Einen derartigen Status hätten nur ganz wenige Länder auf der Welt. Auch die Türkei befinde sich auf dem Weg zur vollständigen Souveränität. Sie begreife, dass sie auf eine ausschließliche Orientierung auf den Westen und Europa verzichten müsse, und stelle die Mitgliedschaft bei der Nato in Frage. In den kommenden Jahren werde das Gewicht der Türkei und des Iran auf der Weltbühne, im neuen System der internationalen Beziehungen immer größer. Die Kooperation zwischen den beiden Nachbarländern werde diese Rolle noch verstärken.Was die beiden Länder aber noch stärker vereinige, sei Russland. Die Präsidenten kommen zu Putin zum Besuch, der nicht nur daran interessiert sei, sich mit ihnen über Syrien zu einigen, sondern auch die strategische Partnerschaft mit den beiden Ländern auszubauen.

Vor genau 74 Jahren fand Ende November bereits ein großes dreiseitiges Treffen statt. Damals traf die G3 Stalin-Roosevelt-Churchill zusammen. Die bevorstehenden Verhandlungen in Sotschi können aus Sicht des Autors des Artikels auch als ein G3-Treffen bezeichnet werden – selbst wenn es sich nicht mehr um einen Weltkrieg, sondern um einen Bürgerkrieg in Syrien handele. Das Potential der Dreier-Vereinbarungen sei in der Tat enorm.

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Gruß

Der Honigmann

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NASAs Mond-Landungen unwiderlegbar nachgewiesen, US-Propaganda-Lügen zu sein 5/5 (6)

von Anders

The Daily Mail 18 Nov. 2017:   Ein Youtube-Benutzer namens Streetcap1 hat diese Besonderheit bemerkt:

Ein Video konzentriert sich auf ein Bild, das vorgibt, einen “Bühnenarbeiter” zu zeigen, der sich im Visier eines Astronauten spiegelt, nachdem Apollo 17 im Dezember 1972 auf dem Mond gelandet sei..

“Was wir hier zu haben scheinen, ist eine Figur eines Menschen, der keinen Raumanzug trägt. Es gab schon 2009 Streit um die Legitimität dieser Fotos. ‘

Er beschreibt die seltsame Figur als “langes Haar” und “eine Art Weste tragend”;
Und er schlussfolgert: “Haben wir es zum Mond geschafft? Wo ist der Raumanzug dieses Typen?

Ein Youtube-Video von 2008 zeigt den Bühnenarbeiter noch deutlicher: Er ist KEIN ASTRONAUT.

Aber eine Minute noch! Es gibt mehr Absurditäten mit dem Apollo 17:

Die “Mond-Landung 1969” war nachgewiesener Schwindel

 Und jetzt die rauchende Pistole: Die NASA selbst gibt zu, dass es unmöglich sei, die Meso- und Exosphären der Erde zu durchqueren, ohne dass Raumkapsel und Astronauten verbrennen – ganz zu schweigen vom tödlichen radioaktiven Van-Allen-Gürtel, der sowohl Astronauten als auch Elektronik töten würde.

Der Wärme- und Strahlenschutz von Astronauten und Kapseln war hauchdünnes Aluminium, dessen Schmelzpunkt bei einem Drittel der Temperatur bereits in der Mesosphäre erreicht werden würde.

Kommentar
Neue Weltordnung ist Pharisäismus und Kabbalismus, dessen Essenz darin besteht, Lügen zur Wahrheit und umgekehrt zu machen. Es ist eine große Täuschung: Wie Christus zu den Pharisäern sagte: “Ihr seid von dem Vater, dem Teufel, und nach eures Vaters Lust wollt ihr tun. Der ist ein Mörder von Anfang und ist nicht bestanden in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er von seinem Eigenen; denn er ist ein Lügner und ein Vater derselben”.

Das ist Ihre  Zukunft und die Ihrer Kinder. Sie werden in einer großen Lüge leben müssen, die jeden Aspekt Ihres Lebens erfasst. Wenn sie sich immer noch an die Wahrheit halten, dann sind sei sie “falsche Nachrichten”, und Sie werden bestraft werden, wie Sie es  nach deutschem Recht und hier – und bald auch EU-Recht – schon werden können.

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Ein Teleskop hat ein Objekt in unserem Sonnensystem gesichtet, das eigentlich nicht hier sein sollte 5/5 (3)

von Lisa Schönhaar

Als ein Teleskop auf der Hawaii-Insel Maui am 18. Oktober das Objekt C/2017 U1 aufspürte, war das zunächst nichts Besonderes. Nacht für Nacht sucht das Teleskop den Himmel ab und findet fast immer unbekannte Objekte wie Asteroiden oder Kometen.

Diesmal aber zeigten erste Berechnungen der Bahn von C/2017 U1 etwas Ungewöhnliches: Der Himmelskörper bewegte sich nicht auf einer Ellipse, sondern vielmehr auf einer offenen Kurve, die Experten Hyperbel nennen. Das Objekt befindet sich also nicht im Umlauf um unsere Sonne, was bedeutet, dass es unser Sonnensystem bald wieder verlassen wird. Der Himmelskörper ist tatsächlich ein Besucher aus dem interstellaren Raum – und damit vermutlich in einem anderen Planetensystem entstanden und dort heraus gekickt worden.

Objekt im SonnensystemASA/JPL-Caltech

Zunächst gingen die Astronomen davon aus, dass der Himmelskörper ein Komet ist. Allerdings zeigte das Objekt keinerlei Aktivität, wie sie für Kometen typisch ist. C/2017 U1 weist also keinen Schweif auf und ist auch nicht von Gas und Staub umgeben. Vielmehr gleicht es einem schwach leuchtenden Stern. Das Minor Planet Center (MPC) in Cambridge taufte den Himmelskörper deshalb zu A/2017 U1 um, wobei „A“ für Asteroid steht. Das MPC ist für die offizielle Registrierung und Dokumentation von Kometen und Asteroiden zuständig.

Der erste Besucher aus dem interstellaren Raum

Astronomen schätzen, dass A/2017 U1 nur etwa 160 Meter groß ist. Das würde erklären, warum das Objekt nur schwach leuchtet. Es bewegt sich derzeit mit rund 26 Kilometern pro Sekunde durch unser Sonnensystem. Seine dichteste Annäherung von 24 Millionen Kilometern an die Erde am 14. Oktober blieb unbemerkt, erst vier Tage später wurde der Himmelskörper dann von dem Teleskop auf Maui entdeckt.

Das liegt auch daran, dass die Bahn von A/2017 U1 mit 122 Grad extrem stark gegen die Erdbahnebene geneigt ist. Bei einer Neigung von mehr als 90 Grad passieren Himmelskörper die Sonne entgegen des Umlaufsinns der Planeten.

Weitere Berechnungen sollen die Flugbahn von A/2017 U1 nun präzisieren. Astronomen sind sicher, dass das Objekt unser Sonnensystem bald für immer verlassen und zurück in den interstellaren Raum fliegen wird. Sollten weitere Messdaten belegen, dass sich A/2017 U1 auf einer Hyperbel durch unser Sonnensystem bewegt hat, wäre dies der absolut erste Besucher aus dem interstellaren Weltraum, den die Menschheit je gesichtet hat.

Quelle: http://www.businessinsider.de/objekt-aus-dem-interstellaren-raum-fliegt-durch-unser-sonnensystem-2017-10

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Versunkene Welten – Raumfahrer der Vergangenheit Aliens 3/5 (2)

In vielen Kulturen überall auf der Welt findet man alte Geschichten über wunderbare, wohlhabende Städte, die im Ozean untergegangen sind und niemals wieder gesehen wurden.

Zu den berühmtesten Mythen und Sagen dieser Art gehört sicherlich Atlantis, aber es gibt noch viele andere. Ist es also möglich, dass einige dieser Städte wirklich existieren? „Sie merkten, dass die Menschen rebellierten und entschieden sich, sie auszulöschen. Tausende Pumas sprangen aus der Höhle und verschlangen die Menschen, die den Teufel um Hilfe anflehten.

Aber der Teufel blieb von ihren Bitten unberührt. Als Inti, der Sonnengott, dies sah, weinte er. Seine Tränen waren so reichlich, dass das Tal nach 40 Tagen überflutet war.“ (Inka-Legende vom Titicacasee) Wenn man die bekannten uralten Fundstücke, Artefakte und Überlieferungen aus heiligen Schriften betrachtet und das technologische Wissen bedenkt, das zu ihrer Anfertigung nötig war, führt dies zu anthropologischen Hypothesen, die unter anderem die Möglichkeit einer vorgeschichtlichen Menschheit einräumen.

DoKu-CyberWolf

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Der Honigmann

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Russisches Verteidigungsministerium: Direkte Zusammenarbeit zwischen US-Koalition und IS in Syrien 5/5 (5)

von RT

Russisches Verteidigungsministerium: Direkte Zusammenarbeit zwischen US-Koalition und IS in Syrien

Im Laufe der Militäroperation zur Befreiung der syrischen Stadt Abu Kamal durch die Regierungskräfte des Landes unterstützt von russischen Streitkräften wurden Fälle direkter Zusammenarbeit und Kooperation der von den USA angeführten Koalition mit Kämpfern der Terrormiliz “Islamischer Staat” nachgewiesen. Das verlautete aus der jüngsten Mitteilung des russischen Verteidigungsministeriums.

Das russische Militärkommando habe der US-Koalition vorgeschlagen, die Terroristen mit gemeinsamen Schlägen zu vernichten, hieß es. Die amerikanische Seite habe den Vorschlag kategorisch abgelehnt, weil sich die IS-Kämpfer “freiwillig gefangen geben” und dadurch unter dem Schutz der Genfer Konventionen stehen. Außerdem habe die US Air Force russische Kampfjets bei der Operation gestört, teilte das Ministerium mit.

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Putin & Trump: Ein Treffen, das keins war – und seine brisanten Folgen 5/5 (2)

https://i2.wp.com/www.pravda-tv.com/wp-content/uploads/2017/11/titel-trmpput141117.jpg?w=640&ssl=1

Ein Handschlag, einige Floskeln und eine eilig verfasste Syrien-Erklärung – mehr hat das beiläufige Treffen Putins und Trumps am Rande des APEC-Gipfels in Vietnam nicht hergegeben. Vorher hatte das Weiße Haus ein Gespräch mit Putin überraschend abgesagt: ein starker Hieb gegen Moskaus Vertrauen.

Die Politologen sind enttäuscht, die Journalisten haben von einem Gespräch der beiden Präsidenten auch mehr erwartet, schreibt die Zeitschrift „Expert“.

Die Fachwelt rechnete, schreibt das Blatt, mit einem großen Treffen der beiden Staatschefs, bei dem diese mindestens drei wichtige Themen umfassend erörtern würden: Nordkorea, Syrien und die Ukraine.

Der Kreml hatte angedeutet: Dass das Treffen stattfinden werde, sei vereinbart, es gehe nur noch darum, Details zu klären. Und dann die Überraschung:

„Dieses Treffen war zu keinem Zeitpunkt bestätigt worden und findet wegen der Unvereinbarkeit der Terminpläne beider Seiten nicht statt“, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, laut dem Blatt.

Die „Unvereinbarkeit“ – die war nur ein Vorwand: Es sei eine einseitige Absage des vereinbarten Treffens gewesen, so die Zeitschrift.

Anderenfalls sei es nur schwer zu erklären, warum selbst der russische Außenminister Sergej Lawrow sich zu unverhohlen gereizten Äußerungen über die US-Kollegen habe hinreißen lassen: Präsident Trump habe seinen Wunsch, sich mit Präsident Putin zu treffen, persönlich geäußert. „Was seine anderen Dienstburschen sagen“, wisse er nicht, sagte Lawrow laut dem Blatt.

Analysten und Experten rätseln nun über die Ursachen der überraschenden Absage. Offenbar jedoch habe das Treffen, so das Blatt, für die US-Amerikaner an Sinn und Zweck verloren.

Große bilaterale Abkommen zu unterzeichnen, war bei dem Treffen, das nicht stattgefunden hat, ohnehin nicht geplant. Angenommen wurde, dass Trump und Putin einfach nur bestimmte Kompromisse ausarbeiten würden.

Bei Nordkorea sollten sie sich auf einen gemeinsamen diplomatischen Druck auf Kim verständigen.

Bei Syrien bedarf es einer Einigung über die Vorgehensweise im Verhandlungsprozess zwischen Baschar Assad und der Opposition – wie auch über den Interessenausgleich zwischen Russland, dem Iran, den USA, der Türkei, Saudi-Arabien und Israel.

Und hinsichtlich der Ukraine brauchen beide, Putin und Trump, einen Kompromiss zur Stationierung von Blauhelmen im Osten des Landes, um sich bei dieser Frage im UN-Sicherheitsrat nicht gegenseitig zu blockieren.

Allesamt wichtige Fragen. Und es sei vor allem Trump, der eine Einigung dringend benötige – zumindest zu Nordkorea und Syrien, so das Blatt. Denn es sei der US-Präsident – und nicht der russische –, der beim Thema Nordkorea in einer diplomatischen Sackgasse stecke. Es seien auch die USA, die keine vernünftigen Verbündeten in Syrien hätten.

Was bleibt nun nach dem Treffen, das keins war? Gesichtsverlust haben beide erlitten, Moskau und Washington: Der Kreml hatte ja verlautbart, das Treffen sei bereits vereinbart; der Herr des Weißen Hauses erklärte, das Treffen zu brauchen. Doch so einfach ist diese Image-Überlegung laut dem Blatt auch wieder nicht.

Allen war ja klar, wie das Magazin schreibt, dass Trump nach einem Treffen mit Putin von einer Kritikwelle vonseiten US-amerikanischer Liberaler und Russophoben überrollt worden wäre. Viele Berater hatten Trump geraten, sich auf ein Treffen gar nicht erst einzulassen. Der Druck wurde umso größer, weil die Republikaner in der Wählergunst gefallen und sogar Wahlen in einigen Bundesstaaten verloren haben.

Dennoch soll Trump in einem Gespräch mit Putin erklärt haben, dass die Russland-Affäre weiterhin auf der Agenda der amerikanischen Presse stehe, weshalb er sich bei seinem Amtskollegen erkundigen wolle, ob es berechtigte Gründe dafür gebe. Es heißt, dieser habe geantwortet, dass das Thema jeder Grundlage entbehre, und sogar jede hypothetische Möglichkeit dafür dementiert.

Wiktorija Schurawljowa, Leiterin der Abteilung Außen- und Innenpolitik am Institut für Weltwirtschaft und internationale Beziehungen der Russischen Akademie der Wissenschaften, verwies darauf, dass die USA diese Frage als Universalmittel für Druck auf Trump nutzten, der bereits die ganze Außenpolitik des Weißen Hauses gelähmt habe.

Außerdem habe die Geschichte rund um die angebliche „russische Spur“ im US-Wahlkampf dazu geführt, dass die Beziehungen zwischen den beiden Ländern eingefroren seien, vor allem weil die „demokratischen“ Medien Trump offen als Kreml-Protegé bezeichneten.

„Das Thema mit den Hackern und der angeblichen russischen Einmischung in die US-Wahlen ist ein ausgezeichnetes Werkzeug zur Schaffung einer notwendigen Umgebung in den USA dafür, dass der Kongress Trump weiter kontrollieren kann. Deswegen wird man in Washington eindeutig nicht darauf verzichten“, sagte Schurawljowa.

Trump hätte auf seine Berater möglicherweise auch gar nicht gehört, wenn er die Dividende aus einem Treffen mit Putin höher eingeschätzt hätte als die heimischen Imageverluste. Die Dividende überwog nach all dem Abschätzen offenbar nicht, wie das Blatt schreibt.

Insofern sei Trumps Entscheidung, das Treffen abzusagen, logisch – nur könne sie einen der letzten Pfeiler einreißen, auf denen die russisch-amerikanischen Beziehungen stehen: das persönliche Vertrauen, so das Blatt.

Der Weg in die Weltdiktatur Eiszeit

Trumps Gebärden und die Einschränkungen, denen der US-Präsident unterworfen sei, seien in Moskau lange Zeit mit Verständnis aufgenommen worden. Das persönliche Verhältnis sei lange Zeit positiv geblieben: Trumps Wort habe Vertrauen erweckt.

Seine brüskierende Geste beim APEC-Gipfel – nach dem Motto: „Ich halte mein Wort grundsätzlich – wenn ich es will“ – könne beim Kreml nunmehr als persönliche Beleidigung ankommen.

Das Einzige, was die Wogen noch irgendwie glätten könne, so das Blatt, sei diese einmalige Situation, dass jemand offensichtlich Angst habe, den US-Präsidenten etwas näher an den russischen heranzulassen. So etwas habe es seit dem ersten Treffen der Staatschefs der UdSSR und der USA 1943 in Teheran nicht gegeben – übrigens auch ein Treffen im November.

Quellen: PublicDomain/de.sputniknews.com am 14.11.2017

Gepostet bei Prava.tv

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Mikroben können auf dem Mars Millionen von Jahren überleben 4.5/5 (4)

Die stark verwitterte Marsoberfläche (Regolith), hier eine Augnahme des NASA-Marsrovers “Curiosity”, würde Marsmikroben für Jahrmillionen Schutz bieten.
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Copyright: NASA/JPL-Caltech/Cornell Univ./Arizona State Univ.

Moskau (Russland) – Anhand einer simulierten Mars-Umgebung zeigen russische Wissenschaftler , dass selbst einige irdische Mikroorganismen die hohe Strahlung und die niedrigen Temperaturen sehr viel länger überleben können als bislang gedacht. Die neuen Daten können nicht nur auf den Mars angewandt, sondern auch auf andere Himmelskörper im Sonnensystem übertragen werden.

Wie das Team um Vladimir S. Cheptsov von der Lomonosov Moscow State University (LMSU) aktuell im Fachjournal “Extremophils” (DOI: 10.1007/s00792-017-0966-7) berichtet, haben sie sogenannte extremophile Mikroorganismen in Permafrostböden in einer Mars-Klimakammer, in der die Umweltbedingungen des Mars simuliert werden können, starker Gammastrahlung und Niedrigtemperaturen ausgesetzt.

Die Durchschnittstemperatur auf dem Roten Planeten liegt bei -63 Grad, kann aber in den Nächten der Polarregionen sogar bis auf -145 Grad Celsius fallen, während der atmosphärische Druck 100-1000 mal geringer ist als auf der Erde und der Planet aufgrund des kaum vorhandenen Magnetfeldes fortwährend starker ultravioletter und ionisierender Strahlung ausgesetzt ist.

“Bislang war nicht bekannt, bis zu welchem Maß Mikroorganismen derart extremen Umweltfaktoren widerstehen können”, berichten die Forscher. “Eine Untersuchung dieser Grenzen erlaubt nicht nur eine Einschätzung bezüglich möglicher Mikroorganismen auf dem heutigen Mars, sondern auch auf anderen Himmelskörpern im Sonnensystem. Damit werden diese Informationen von großer Bedeutung für die Planung zukünftiger Missionen zur Suche nach außerirdischem Leben auf dem Mars und anderswo sein, wenn es darum geht, die entsprechenden Ziele und dortigen interessantesten Regionen vorab zu bestimmen und auch die notwendigen Instrumente zu entwickeln.”

Wie die Forscher um Cheptsov schreiben, haben sie in ihrer Klimakammer irdische Permafrostsedimente und Gestein den niedrigen Marstemperaturen und –Druckverhältnissen ausgesetzt, da diese unter Wissenschaftlern als irdisches Gegenstück zum sogenannten Regolith der Marsoberfläche gelten.

Während von einigen irdischen Mikroben bereits bekannt ist, dass sie niedrige Temperaturen gut überdauern können, sehen die russischen Wissenschaftler die zellschädigende Strahlung als Hauptfaktor an, der das Überleben von Mikroorganismen einschränkt. Durch eine Bestimmung der Grenzen der Strahlungstoleranz der irdischen Extremophilen, haben die Forscher nun deren Überlebenschancen in unterschiedlichen Tiefen des simulierten Marsbodens erstmals ermittelt.

“In unseren Experimenten haben wir den Einfluss gleich mehrerer Faktoren (hohe Dosen von Gammastrahlung, niedriger Atmosphärendruck und Niedrigtemperaturen) auf Mikrobenstämme in rund 2 Millionen Jahre altem urzeitlichem arktischem Permafrost untersucht”, erläutern die Wissenschaftler.

Während in früheren Experimenten lebende irdische Mikroben lediglich mit bis zu 80 Kilogray (kGy) bestrahlten die Forscher ihre Proben nun mit einer Dosis von 100kGy an Gammastrahlung und haben deren Auswirkung auf die Mikroben anhand unbestrahlter Kontrollproben verglichen. Tatsächlich zeigen die Mikroben eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen die simulierten Mars-Bedingungen.

Eine Zählung nach der ersten Bestrahlung zeigte zahlreiche Unterschiede zwischen den bestrahlten Mikroben und jenen der Kontrollproben: “Während die Gesamtanzahl der prokaryotischen Zellen und jener der stoffwechselnden Bakterienzellen zunächst gleich blieb, zeigt sich bei den bestrahlten Bakterien eine Reduktion um zwei Größenordnungen, während die Anzahl der weiterhin stoffwechselnden Zellen der untersuchten Archaen um das Dreifache zurückging.”

Zudem stellten die Wissenschaftler zunächst im Permafrost eine große Artenvielfalt fest, deren Struktur sich jedoch mit bzw. nach der Bestrahlung deutlich verändert hatte. “Populationen von Aktinobakterien wie Arthrobacter, (s. Abb. l.) die in der Kontrollprobe kaum vorhanden waren, wurden durch die Bestrahlung zu einer der vorherrschenden Bakterienarten.”

“Bakterien auf dem Mars sind also wesentlich überlebensfähiger als bislang gedacht”, schlussfolgern die Forscher. “Unsere Ergebnisse legen die Wahrscheinlichkeit für eine deutlich verlängerte Kryo-Konservierung lebensfähiger Mikroorganismen und besonders im Mars-Regolith nahe”.

Hinzu offenbarten die Exprimente eine Abnahme der ionisierenden Strahlung um 0,04-0,076 Grey pro Jahr mit zunehmender Tiefe fest. “Entsprechend wäre es also durchaus denkbar, dass sich im Marsboden ein hypothetisches Mars-Ökosystem in einem anabiotischen Zustand und durch die bedeckende Regolith-Schicht vor der UV-Strahlung geschützt, mindestens 1,3 Millionen Jahre lang erhalten hat. In einer Tiefe von rund zwei Metern für 3,3 Millionen Jahre und in Tiefen von rund fünf Metern sogar bis zu 20 Millionen Jahre.”

Die nun gewonnenen Daten können zudem nicht nur auf den Mars, sondern auch auf andere Objekte im Sonnensystem übertragen werden, so die Autoren der Studie abschließend. “Zum ersten Mal haben wir mit unserer Studie gezeigt, dass Prokaryoten die Bestrahlung mit ionisierender Strahlung in Dosen von über 80 kGy überleben können. Die erlangten Daten legen nicht nur nahe, dass wir dies Strahlungsresistenz natürlicher mikrobischer Gemeinschaften bislang unterschätzt haben, sondern auch, dass wir das Zusammenspiel von außerirdischen und kosmischen Faktoren auf lebende Organismen und Biomoleküle in astrobiologischen Modellexperimenten weiterhin erkunden müssen.”

© grenzwissenschaft-aktuell.de

Quelle: https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/mikroben-koennen-auf-dem-mars-millionen-von-jahren-ueberleben20171113/

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