Agrargift zerstört Tiergedächtnis – Ursache für Sterben der Wildbienen geklärt 5/5 (7)

Wildbienen sind im Gegensatz zu Honigbienen oft als Einzelgänger unterwegs. (Foto: picture alliance / dpa

Lange Zeit waren die Ursachen für das weltweit verbreitete Bienensterben nicht geklärt. Neueste Untersuchungen können nun den Grund benennen. Es ist derselbe, der auch die Schmetterlingspopulationen schrumpfen lässt.

Pflanzenschutzmittel aus der Gruppe der Neonikotinoide können Studien zufolge nicht nur Honigbienen, sondern auch Wildbienen und Schmetterlinge gefährden. Ihre Ergebnisse veröffentlichten zwei Forscherteams jetzt in Fachjournalen. Eine Studie des britischen Zentrums für Ökologie und Hydrologie (NERC) legt einen Zusammenhang zwischen dem Einsatz von Neonikotinoiden und dem Rückgang von Wildbienen-Populationen nahe.

Für die Untersuchung analysierten Forscher um den Insektenkundler Ben Woodcock, wie sich der großflächige Einsatz von Neonikotinoiden auf 62 Wildbienen-Arten in Großbritannien von 1994 bis 2011 auswirkte. 2002 waren die Pestizide dort erstmalig zugelassen worden. Sie konnten dabei auf die Daten der “The Bees, Wasps and Ants Recording Society” zurückgreifen, eines Verbandes von Naturfreunden, die seit Mitte des 19. Jahrhunderts akribisch Informationen über Bienen, Wespen und Ameisen auf den britischen Inseln sammeln.

Das Ergebnis der im Fachblatt “Nature Communications” veröffentlichten Analyse: Bei Wildbienen-Arten, die sich vorrangig von mit Neonikotinoiden behandeltem Raps ernähren, schrumpften die Populationen drei Mal stärker als bei jenen Arten, die andere, nicht behandelte Pflanzen bevorzugen. Bei fünf der untersuchten Wildbienen-Arten könne man sogar davon ausgehen, dass der Einsatz der Mittel 20 Prozent der lokalen Populationen vernichtet habe. “Als blühendes Getreide ist Raps sehr nützlich für bestäubende Insekten”, erklärt Woodcock in einer Mitteilung. “Dieser Nutzen scheint aber durch die Effekte der Neonikotinoid-Behandlung für eine ganze Reihe von Wildbienen-Arten mehr als aufgehoben.”

Verheerende Auswirkungen

Nach Ansicht des Neurobiologen Randolf Menzel, der zu den führenden Bienenforschern Deutschlands zählt, zeigt die Studie, wie groß der Einfluss der Neonikotinoide wirklich ist – und das über einen verhältnismäßig kurzen Zeitraum. “Bei experimentellen Studien wird oft bezweifelt, wie aussagekräftig diese für das gesamte Ökosystem sind”, so Menzel. Jene Zweifel würden nun widerlegt. Er sieht sich in seiner Grundannahme über die Wirkweise der Nervengifte bestätigt.

Der Neurobiologe hatte in seiner Forschung an der Freien Universität Berlin bereits belegt, dass Bienen schon nach kleinsten Dosen der Insektizide ihre Orientierung und ihr Gedächtnis verlieren. Für die britische Studie hätte er sich eine genauere Aufschlüsselung der verwendeten Neonikotinoide gewünscht: So seien etwa Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam in Großbritannien seit vergangenem Jahr wieder zugelassen. “Bei eben jenen drei ist sehr wahrscheinlich, dass sie großen Schaden anrichten”, erklärt Menzel.

Pflanzengift schädigt Bienenlarven

Andere Experten betonen, dass auch andere Gründe für den Rückgang von Bienen-Populationen gibt, darunter die Varroamilbe. Mainzer und Frankfurter Wissenschaftler hatten kürzlich entdeckt, dass Neonikotinoide selbst in geringen Konzentrationen den im Futtersaft von Ammenbienen enthaltenen Botenstoff Acetylcholin vermindern. Das Signalmolekül ist für die Larvenaufzucht von Honigbienen wichtig. “Unsere Forschungsergebnisse bestätigen das von Neonikotinoiden ausgehende Risiko für die Brutentwicklung von Honigbienen”, sagte Professor Ignatz Wessler vom Institut für Pathologie an der Universitätsmedizin Mainz. Die Ergebnisse ihrer Forschung veröffentlichten die Wissenschaftler aus Mainz und der Frankfurter Universität in der Fachzeitschrift “Plos One”.

Doch nicht nur Bienen scheinen unter den Mitteln zu leiden: Eine Studie aus den USA legt nahe, dass der Bestand von Schmetterlingen mindestens ebenso durch die Pestizide bedroht ist wie durch die fortschreitende Vernichtung ihres Lebensraums. Die Forscher um den Biologen Matthew Forister von der Universität von Nevada untersuchten das Vorkommen von 67 Schmetterlingsarten in Nordkalifornien anhand von Daten aus den vergangenen 40 Jahren. Das Ergebnis: Die Zahl der Schmetterlingsarten geht dramatisch zurück – und das vor allem seit 1995, als Neonikotinoide in der Region erstmals eingesetzt wurden.

Neonikotinoide wirken als Fraß- oder Kontaktgift auf die Nervenzellen von Insekten und sollen Pflanzen sowohl vor saugenden als auch beißenden Schädlingen schützen. Bei ihrer Einführung galten sie noch als besonders schonende Pestizide, die gut von Pflanzen über deren Wurzeln in die Blätter aufgenommen werden. Mit dieser systemischen Wirkung werden sie bevorzugt als Saatgutbeizmittel verwendet – und das präventiv, wie Randolf Menzel kritisiert: “Sie werden eingesetzt, ohne dass es schon einen Schaden oder Befall gibt”, beschreibt der Bienenforscher. “Das ist, als würden alle Menschen immer Antibiotika nehmen, um keine Lungenentzündung zu bekommen.”

Quelle: n-tv.de , jaz/dpa

 

Gruß an die denkenden und handelnden Landwirte

Arshan

 

Bitte bewerten

UNFASSBAR: Insektensterben durch AGROCHEMIE BEWIESEN – Bundestag log 4.8/5 (10)

Das Insektensterben in Deutschland umfasst inzwischen 75 % aller Populationen, hat jetzt der „Krefelder Entomologen-Verein“ nachgewiesen (vgl. http://www.faz.net/aktuell/wissen/leben-gene/langzeitstudie-75-prozent-weniger-insekten-min-deutschland-15250672.html). Der deutsche Bundestag hatte vor einiger Zeit eine Anhörung durchgeführt, wonach diese Geschichte eine Erfindung sei. Dies ist jetzt widerlegt worden. Wir hatten bereits dazu geschrieben.

Wissenschaftlicher hatten dazu beigetragen, das Insektensterben als „Erfindung“ darzustellen. Nur wurden die von den Konzernen selbst finanziert.
Hier wichtige Ausschnitte für Sie (vgl. http://www.watergate.tv/2017/04/30/bienensterben-skandal-wie-agrochemie-konzerne-druck-auf-forscher-ausueben/).
„Wie unabhängig sind von Konzernen finanzierte Wissenschaftler?

Wie frei ist ein Wissenschaftler in seiner Arbeit, wenn diese durch ein Unternehmen finanziert wird? Der britische Biologe und Bienenspezialist James Cresswell wurde im Auftrag des Agrochemie-Konzerns Syngenta beauftragt, das weltweite Bienensterben zu erforschen. Der Konzern behauptet, die sogenannte Varroa-Milbe sei für das weltweit immer häufiger und massiver werdende Bienensterben verantwortlich. Die Varroa-Milbe befällt sowohl erwachsene Bienen als auch die Brut. Sie verbreitet ein tödliches Virus und ist vermutlich mit importierten Bienenarten nach Europa eingeschleppt worden.

Gentech-Kritiker jedoch behaupten, es sind die in der Landwirtschaft immer massiver eingesetzten Pestizide, die die Bienen töten. Pestizide, die von Konzernen wie Syngenta, Monsanto und Bayer vertrieben werden. Auch der Forscher stand dem Pestizidverdacht zunächst skeptisch gegenüber. Ein Grund wahrscheinlich, weshalb Syngenta ihn mit dem Forschungsprojekt beauftragt hat. Das Projekt, eine Arbeit über die Ursachen des Bienensterbens, hätte aber nicht aktueller sein können. Viele Wissenschaftler hielten bereits die Pestizidklasse der Neonicotinoide für den rätselhaften Bienentod verantwortlich.

Als Neonicotinoide wird eine Gruppe von hochwirksamen Insektiziden bezeichnet. Sie alle sind synthetisch hergestellte Wirkstoffe, die an den Nikotinischen Acetylcholinrezeptor von Nervenzellen binden und so die Weiterleitung von Nervenreizen stören.

Chemiekonzerne nehmen Einfluss auf „die Wahrheit“

Creswells Skepsis, Pestizide seien für das Bienensterben verantwortlich, verwandelte sich jedoch bald in Gewissheit. Schon während seiner ersten Studie 2012 kam er zu dem Schluss, dass nicht die Varroa-Milbe für das massive Bienensterben verantwortlich ist, sondern Pestizide. Das waren allerdings nicht die Forschungsergebnisse, die Syngenta veröffentlichen wollte. In den nächsten Wochen forderte Syngenta Cresswell mehrmals auf, seine Forschungen wieder auf die Varroamilbe zu konzentrieren.
Creswell wurde von dem Konzern so lange unter Druck gesetzt, seine Ergebnisse zu verändern, bis dieser ein Jahr später einknickte und die Varroa-Milbe offiziell als Killer der Bienen publizierte. Der Forscher änderte die Untersuchungsparameter wodurch die Milben zum signifikanten Faktor wurden. In der Studie hieß es schließlich: „Wir kommen zu der Ansicht, dass Varrose das Potential hat, großflächige Verluste an Bienenkolonien zu verursachen“. Nicht genug, dass der Forscher von Syngenta unter Druck gesetzt wurde. Nach Veröffentlichung der Studie bekam er auch noch Kritik von Umweltschützern.

Der Forscher war unfreiwillig auf einen Bereich gestoßen, in dem es um hohe Gewinne, Marktanteile und nicht zuletzt um die richtige Definition der Wahrheit geht.
Der Syngenta-CEO J. Erik Fyrwald nahm zu Creswells Vorwürfen Stellung: „Die Angestellten von Syngenta und unsere zahlreichen Partner bei NGO’s, Forschungsinstituten und Regierungen arbeiten hart an dem Ziel zusammen es Landwirten zu ermöglichen, die Welt nachhaltig zu ernähren“. Die Integrität der wissenschaftlichen Partner werde durch den „Whistleblower“ Cresswell in Frage gestellt und stelle die Vorteile der Zusammenarbeit nicht dar.
(….)

Wie Agrochemie-Konzerne Lobbyarbeit betreiben, zeigt sich anhand des Beispiels des Konzerns Syngenta und der Schweizerischen Forschungsanstalt: Syngenta stellt für Forschungszwecke Saatgut und Pestizide zur Verfügung. Vertraglich abgesichert werden jedoch die Möglichkeiten der Einflussnahme von Studien bis hin zur Publikation. Forscher wie Cresswell und Hilbeck sprechen von regelrechten Knebelverträgen. Zudem sitzt der Chef der Syngenta Forschungsabteilung im Wissenschaftsrat von Agroscope.

Auch in Österreich Bienensterben

Wie der österreichische Standard vermutet, besteht ein klarer Zusammenhang zwischen der Maisaussaat und dem Tod ganzer Bienenvölker. Die hat nun auch eine Studie für Österreich festgestellt. Viele Imker kennen die Symptome: Die Bienen zittern, zeigen eine gestörte Bewegungskoordination, krabbeln nur noch und sterben in großer Zahl. In manchen Gebieten hatten Imker den Verlust eines Drittels bis zur Hälfte ihrer Völker zu beklagen. Die betroffenen Betriebe lagen dabei auffallend oft in der Nähe von Maisanbauflächen, und die Bienenschäden fielen häufig mit der Aussaat von Mais zusammen.

In Österreich beauftragten das Lebensmittelministerium und die Bundesländer die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages) mit einer wissenschaftlichen Untersuchung zum Bienensterben. Von 2009 bis 2011 registrierte die Ages alle Fälle von Vergiftungsverdacht, die von Imkern gemeldet wurden, und untersuchte Proben von Bienen und Bienenbrot (das ist der im Stock gelagerte Pollen, der den Bienen als Nahrung dient) auf Krankheitserreger und Parasiten sowie auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. Der veröffentlichte Bericht schlug hohe Wellen. Man sprach von einem “nebenbei aufgedeckten Pestizidskandal”, da in den Bienen Gifte gefunden wurden, die gesetzlich verboten sind: 51 % der Bienen wurden positiv auf Clothianidin und 23 % auf Thiamethoxam (Insektizide aus der Gruppe der Neonicotinoide) getestet (Vgl. dazu Bericht vom Standard http://derstandard.at/1333528795200/Schaedliche-Insektengifte-Bienensterben-durch-Pestizide-bestaetigt).

Natürlicher Fruchtwechsel kann die Probleme beheben

“Das billigste und beste Mittel gegen den Maiswurzelbohrer ist der Fruchtwechsel und nicht der Einsatz von Pestiziden”, sagt der Geschäftsführer der Dachorganisation “Biene Österreich”. Baut man Mais nur jedes zweite Jahr an, verhungern die Käferlarven nämlich. “Hier wäre ein vernünftiges Konzept angebracht, stattdessen wird einfach auf Verdacht gespritzt.”
EU-Studien bestätigen mittlerweile den Pestizid-Verdacht

Die Pestizidklasse der Neonicotinoide steht seit mehr als zehn Jahren im Verdacht, mindestens Mitverursacher des Bienensterbens zu sein.
Eine wissenschaftliche Expertengruppe der EU hat nun auch bestätigt, dass gewisse Pestizide für das Bienensterben verantwortlich sind. Damit bestätigen die Wissenschaftler das, was unzählige Studien bereits vermutet haben. Dennoch verbieten Politiker die schädlichen Chemikalien nicht. Nun bestätigt auch eine Expertengruppe, bestehend aus 13 EU-Wissenschaftlern, dass der Einsatz bestimmter Pestizide definitiv für das Bienensterben verantwortlich ist. Das wissenschaftliche Netzwerk mit dem Namen Easac wurde eingerichtet, um wichtige Entscheidungsträger in der Europäischen Union zu beraten.

In den veröffentlichten Ergebnissen heißt es, dass es starke Beweise für die negative Auswirkung auf andere Organismen durch Neonicotinoid-Insektizide gibt. Die überwiegend von Bayer (Deutschland) und von Syngenta (Schweiz) produzierten Pflanzenschutzmittel werden in über 120 Ländern auf der Welt eingesetzt. In dem Bericht heißt es weiter, dass nicht nur Honigbienen, sondern auch Motten und Schmetterlinge, welche ebenfalls Pflanzen bestäuben, unter dem Gift leiden. Zudem haben die Pestizide auch Auswirkungen auf insektenfressende Vögel.“
Wir empfehlen Ihnen den vollständigen Artikel zur Lektüre. JETZT ist klar – die Zusammenhänge lassen sich kaum noch leugnen (vgl. http://www.watergate.tv/2017/04/30/bienensterben-skandal-wie-agrochemie-konzerne-druck-auf-forscher-ausueben/).

http://www.watergate.tv/2017/10/18/unfassbar-insektensterben-durch-agrochemie-bewiesen-bundestag-log/

.

Der Honigmann

.

Bitte bewerten

Hendricks warnt vor verheerendem Insektensterben in Deutschland – Insektensterben ist enorm Bisher noch keine Bewertung

“Mit den Insekten schwindet auch die Nahrungsgrundlage für Vögel oder Fledermäuse,” beklagt Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. Sie warnt vor schwerwiegenden Folgen des Insektensterbens in Deutschland.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hat vor einem verheerenden Insektensterben in Deutschland gewarnt. Die Folgen seien schwerwiegend, sagte Hendricks den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland vom Samstag: „Mit den Insekten schwindet auch die Nahrungsgrundlage für Vögel oder Fledermäuse.“ Sie forderte einen Kurswechsel in der Landwirtschaftspolitik, um den Rückgang zu stoppen.

 „Die heutige Landwirtschaft macht den Insekten das Überleben schwer: Es werden große Mengen von Pestiziden eingesetzt, und es gibt zu wenig Blühstreifen und Hecken“, sagte Hendricks den Zeitungen weiter. „Wer heute mit dem Auto übers Land fährt, findet danach kaum noch Insekten auf der Windschutzscheibe.“

Die Umweltministerin forderte, bei der EU-Agrarförderung Landwirte nicht mehr nach Hektarzahl zu bezahlen, „sondern nach dem, was sie für die Allgemeinheit leisten, zum Beispiel für den Artenschutz“. Auch die Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat durch die EU-Kommission müsse an „effektive Auflagen zum Schutz der Artenvielfalt“ gekoppelt werden.

Laut einer Antwort des Umweltministeriums auf eine Anfrage der Grünen, aus der die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland zitierten, hat sich der Insektenbestand in Teilen Deutschlands seit 1982 um bis zu 80 Prozent verringert. Besonders gefährdet sind demnach Falter, Heuschrecken und Schwebefliegen. Mehrere Arten dieser Insekten seien inzwischen vom Aussterben bedroht. (afp)

http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/hendricks-warnt-vor-verheerendem-insektensterben-in-deutschland-pestizideneinsatz-ist-enorm-a2167351.html

.

Der Honigmann

.

Bitte bewerten

Faulbrut bei Bienen: Sporen kommen auch über amerikanischen Honig nach Deutschland Bisher noch keine Bewertung

Wenn ein Bienenstock von der Amerikanischen Faulbrut betroffen ist, kann das sein Todesurteil sein. Für Menschen ist die Bienenkrankheit ungefährlich. Die Verbraucher können dazu beitragen, dass die Bienen verschont bleiben.

Deutschlands Imker kämpfen erfolgreich gegen die Bienenseuche Amerikanische Faulbrut: „Deutschland ist Musterschüler, weil wir bezogen auf die Bienenvölker den geringsten Befall haben.“

„Grund dafür ist unser gutes schnelles System gegen eine Ausbreitung der bösartigen Krankheit“, sagte der Bienenexperte Stefan Berg von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim (Bayern) dpa.

Meldepflichtige Krankheit – Sperrbezirke werden eingerichtet

Die gefährliche Tierkrankheit ist meldepflichtig. Sobald ein Imker den Befall eines Bienenstocks meldet, wird in der Region ein Sperrbezirk ausgewiesen und alle Imker müssen sich beim zuständigen Veterinäramt melden.

Es dürfen zudem keine Bienenvölker aus dem Sperrbezirk heraus- oder in ihn hineingebracht werden. Waben und Wachs sowie Futtervorräte dürfen nicht aus den Bienenbeständen herausgeholt werden.

In Deutschland kommt die Faulbrut daher selten vor. „Sie tritt im Ein-Prozent-Bereich auf“, sagte Berg, Leiter des LWG-Fachzentrums für Bienen. „In anderen Ländern hat die Krankheit allerdings eine ganz andere Dimension. In Deutschland ist sie konstant da, nimmt aber nicht zu.“

Für Bienen tödlich

Für Menschen ist die Infektionskrankheit unbedenklich, für Bienen dagegen tödlich, weil es keine Selbstheilung gibt. Das Sporen bildende Bakterium befällt die Brut des Bienenstocks. Ohne eine umfassende Sanierung ist die Bienenseuche das Todesurteil des Stocks.

Hat ein Imker die Faulbrut auf seinem Stand, sagt das übrigens nichts über die Sauberkeit oder seine Kompetenz aus. „Die Faulbrut kann den Besten treffen“, sagte Berg. Die Krankheit kann unbemerkt zwischen den Völkern weitergeben werden.

Außerdem haben es auch die Verbraucher selbst in der Hand. Da in Amerika nur die Bakterien mit Antibiotika bekämpft werden, bleiben dort die Sporen im Honig. Sie werden durch das Medikament nicht getötet.

Kommen deutsche Bienen nun mit Honig aus Amerika in Kontakt – über ein unverschlossenes, nicht ausgespültes Honigglas in einem Glascontainer beispielsweise – können sie die gefährlichen Sporen in ihren Bienenstock tragen und sie so an die Brut weitergeben. (dpa)

http://www.epochtimes.de/wissen/forschung/faulbrut-bei-bienen-sporen-kommen-auch-ueber-amerikanischen-honig-a2140045.html

.

Der Honigmann

.

Bitte bewerten

EU-Kommission bestätigt: Mineralöle in Lebensmitteln können Krebs auslösen und Erbgut schädigen – Verbraucher werden trotzdem nicht geschützt Bisher noch keine Bewertung

Die Europäische Kommission hat Gesundheitsgefahren durch Mineralölverunreinigungen in Lebensmitteln offiziell anerkannt – will aber dennoch keine konkreten Maßnahmen zum Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher ergreifen. Das geht aus einer Stellungnahme vom 16. Januar 2017 an die EU-Mitgliedsstaaten hervor. Darin bestätigt die Kommission zwar, dass sogenannte aromatische Mineralöle (MOAH) erbgutverändernd und krebserregend wirken können, empfiehlt aber trotzdem keine Schutzmaßnahmen.

foodwatch_2-640x427

Die Europäische Kommission hat Gesundheitsgefahren durch Mineralölverunreinigungen in Lebensmitteln offiziell anerkannt – will aber dennoch keine konkreten Maßnahmen zum Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher ergreifen. Das geht aus einer Stellungnahme vom 16. Januar 2017 an die EU-Mitgliedsstaaten hervor. Darin bestätigt die Kommission zwar, dass sogenannte aromatische Mineralöle (MOAH) erbgutverändernd und krebserregend wirken können, empfiehlt aber trotzdem keine Schutzmaßnahmen. Stattdessen solle das Problem in den nächsten Jahren weiter untersucht werden. Die Verbraucherorganisation Foodwatch kritisierte, die Bürgerinnen und Bürger in Europa würden damit weiter erheblichen gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt.

„Die Kommission erkennt hochoffiziell an, wie gefährlich Mineralöle in Lebensmitteln sind. Doch anstatt endlich für wirksamen Schutz zu sorgen, soll – gemeinsam mit der Industrie – noch jahrelang weiter beobachtet, untersucht, geprüft werden. Die Leidtragenden sind die Verbraucherinnen und Verbraucher“, sagte Johannes Heeg von Foodwatch. „Mit keiner Silbe fordert die EU-Kommission konkrete Schutzmaßnahmen von der Lebensmittelwirtschaft ein. Dabei ist das Problem seit Jahren bekannt und Lösungen liegen längst auf dem Tisch.“

Foodwatch forderte die Europäische Kommission erneut auf, sogenannte „funktionelle Barrieren“ für alle Lebensmittelverpackungen aus Papier vorzuschreiben, sowie Grenzwerte für Mineralöle in Lebensmitteln zu erlassen. Über eine E-Mail-Protestaktion unter http://www.mineraloel-aktion.foodwatch.de unterstützen bereits mehr als 110.000 Bürgerinnen und Bürger in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden die Forderung an EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis.

Aromatische Mineralöle (MOAH) stehen laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) unter Verdacht, krebserregend und erbgutverändernd zu sein; die sogenannten gesättigten Mineralöle (MOSH) reichern sich in den Körperorganen an und können diese schädigen. Beide gehören zu den Mineralölkohlenwasserstoffen (MKW). Die Europäische Kommission hat jetzt in einer Empfehlung an die EU-Mitgliedsländer die Gesundheitsgefahren anerkannt – als Maßnahmen allerdings nur eine weitere „Beobachtung“ empfohlen: „Aromatische MKW können als genotoxische Karzinogene wirken, während einige gesättigte MKW sich im menschlichen Gewebe anreichern und zu Nebenwirkungen in der Leber führen können.“ Deshalb sei es wichtig, „für eine Überwachung von MKW zu sorgen, um die relative Belastung von Lebensmitteln […] besser zu verstehen.“ Die Empfehlung der Kommission: Jeder europäische Mitgliedstaat solle „unter aktiver Beteiligung von Lebensmittelunternehmern“ Tests durchführen und die Ergebnisse bis Februar 2019 an die EU weiterreichen.

Foodwatch kritisierte, es mangele nicht an Testergebnissen, sondern an wirksamen gesetzlichen Maßnahmen. Zahlreiche Laboranalysen – beauftragt von Foodwatch, aber auch etwa von Stiftung Warentest oder von Landesbehörden in Deutschland – hatten in den vergangenen Jahren immer wieder Mineralölverunreinigungen in Lebensmitteln nachgewiesen. Zudem liegen unzählige im Auftrag der Lebensmittelindustrie durchgeführte Laboranalysen vor.

Mineralöle können auf verschiedenen Wegen in Lebensmittel gelangen – beispielsweise beim Anbau oder Transport. Eine wesentliche Quelle für Verunreinigungen sind Verpackungen aus Altpapier: Darin enthaltene Mineralöle aus Druckfarben sowie etliche andere gefährliche Substanzen wie Weichmacher und Lösungsmittel können auf Lebensmittel übergehen.

(…)

Quelle: http://www.epochtimes.de/gesundheit/eu-kommission-bestaetigt-mineraloele-in-lebensmitteln-koennen-krebs-ausloesen-und-erbgut-schaedigen-verbraucher-werden-trotzdem-nicht-geschuetzt-a2058541.html

Gruß an die Erwachten

TA KI

https://daserwachendervalkyrjar.wordpress.com/2017/02/27/eu-kommission-bestaetigt-mineraloele-in-lebensmitteln-koennen-krebs-ausloesen-und-erbgut-schaedigen-verbraucher-werden-trotzdem-nicht-geschuetzt/

 

Gruß an das Leben

Der Honigmann

.

Bitte bewerten