Die zwölf Rauhnächte 5/5 (6)

Die Rauhnacht bzw. Rauhnächte (auch Raunacht oder Rauchnacht) oder Zwölf Nächte (auch Zwölfte) oder Glöckelnächte sind einige Nächte um den Jahreswechsel, denen im europäischen Brauchtum oft besondere Bedeutung zugemessen wird.

 Mit dem Julfest haben die Germanen das vollendete Sonnenjahr gefeiert. Das Sonnenjahr geht von Wintersonnenwende zu Wintersonnenwende und dauert exakt 365,25 Tage. Doch das Mondjahr hatte bei den Germanen auch eine große Bedeutung.
Ein Mondjahr beinhaltet 12 Mondmonate die jeweils von Neumond zu Neumond gehen. Diese 12 Mondphasen dauern jeweils ca. 29,5 Tage. Dies ergibt für die Länge des Mondjahres genau 354 Tage.

So ergab sich für die Germanen eine Differenz zwischen Sonnen- und Mondjahr von 11 Tagen und 12 Nächten – die 12 Rauhnächte. Diese 12 Rauhnächte liegen somit sprichwörtlich „zwischen den Jahren“ und sind gewissermaßen zeitlos.

Für die Germanen hatten die 12 Rauhnächte große Bedeutung. Hier sollten die Geschehnisse jeder einzelnen Nacht, symbolisch für einen Monat des folgenden Jahres stehen. So sollen z.B. die Träume in diesen Nächten Aufschluss darüber geben, was passieren wird.

Es wurden in diesen Nächten auch Orakel befragt, die Auskunft über die Zukunft geben sollten. Dieser Brauch hat sich im Bleigießen zu Silvester erhalten. Es heißt, daß in den Rauhnächten die Seelen der Verstorbenen als wilde Horde, angeführt von Wodan (bzw. nordger. Odin), durch die Luft brausen.

Mit dem zu Jul entzündeten Räucherwerk wollte man die verstorbenen Seelen vom Heim fernhalten. Es wird allgemein angenommen, daß vom Rauch dieses Räucherwerkes der Name Rauhnächte abgeleitet wurde.

Frau Holle ist wahrscheinlich mit der germanischen Freyja, manche vermuten Hel, gleichzusetzen, sie gilt als Schutzpatronin in diesen Tagen. Frau Holle mag es nicht, wenn jemand faul und unnütz in den Tag hinein lebt, doch in diesen 11 Tagen und 12 Nächten möchte sie, daß der Mensch sich ausruht und sich auf sein inneres Wesen besinnt.

(Wahrsagen in den Rauhnächten, russische Illustration, 1885)

Zu Jul soll er deshalb alle Gedanken und Verhaltensweisen, die nicht zu ihm gehören, fallen lassen. Symbolisch heißt es, daß diese fremden Eigenschaften von Wodans wildem Geisterheer der 12 Rauhnächte aufgenommen und für immer fortgetragen werden.

Des weiteren sollen die Menschen in diesen Tagen Rückschau auf das vergangene Jahr halten und sich auf das Folgende vorbereiten und sich für dieses auch gute Vorsätze machen.

Die Kirche hat die 12 germanischen Rauhnächte in ihrem Weihnachtsfest übernommen. Daher folgt auf die 12 Nächte nach dem ersten christlichen Weihnachtstag am 25. Dezember, der 6. Januar als Dreikönigstag. Dieser ist nach den drei Magiern aus dem Morgenland benannt, welche dem Stern von Bethlehem folgten und so das Jesuskind fanden (War Jesus Caesar? 2000 Jahre Anbetung einer Kopie (Videos)). Die Kirche verlegte also das Fest drei Tage nach vorne.

Da der Beginn der 12 Rauhnächte seit Ur-Zeiten immer die erste Nacht nach der Wintersonnenwende war, hatten neben den Germanen auch Völker, wie die Inder, Iraner, Griechen und Römer dieses alte Datum (Besinnliche Weihnachten: Was feiern wir eigentlich? (Video)).

http://www.pravda-tv.com/2016/12/die-zwoelf-rauhnaechte/

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Gruß an die alten Bräuche

Der Honigmann

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9 Gedanken zu „Die zwölf Rauhnächte“

  1. Die Germanen haben,

    da sie, zumindest die “Echtnordischen” unter ihnen, DIREKT von den Söhnen 3, 4 und 5 des Adam abstammen ( und mit Noah nichts zu tun haben), und bei der Sintflut nicht untergingen, sondern über Nordbergketten nach Europa einwanderten,

    die gebräuchlichen RITEN aus dem (untergegangenen) Reich Hanoch mitgebracht.
    Zuletzt gabs in Hanoch allerriesigste Heidentempel, wo diverseste Heidengötter verehrt wurden. Und diese Heidenreligion haben sie mitgenommen.

    Im Rahmen dieser ihrer vorwiegend “Sonnengott-Religion”, hat man am ersten(!) Tag der Woche, also am SONNTAG, den Sonnengott angebetet. DAHER heisst der Sonntag ja auch so.

    Der Vatikan hat, als er systematisch nach Norden vordrang und die Heiden umerziehen wollte, sich auf dieses sonntägige Sonnenfest der Heiden quasi taktisch “draufgesetzt” . Er hat den biblisch RICHTIGEN SABBAT, der der 7. Tag der Woche ist, und der Samstag (der der wahre Ruhetag des Herrn Jesus Christus nach der Bibel) ist- SO lautete auch die ursprüngliche Vatikanlehre-
    kurzerhand auf den SONNTAG, den 1. Tag der Woche, verlegt.

    Die katholische Kirche sagte damals, sie habe DAS RECHT(!!), die BIBELworte, die Lehre, zu verändern.

    Selbst die Protestanten, die ja vollmundig von sich behaupten, NUR DAS WORT zu verkünden, haben das NICHT beanstandet und auch sie blieben auf dem Sonntag hocken.

    Nun ja, ich denke: die Protestantenabspaltung gabs eben im Norden, und sie “brauchten das wohl”, damit der Protestantismus dort überhaupt überlebt. Hätten sie es geändert, dann wäre das Volk urplötzlich feiertagstechnisch gespalten gewesen. Und es wären sicher einige Leute beim gewohnten Sonntag geblieben und diese wären dann sozusagen wieder an dem heidnischen Sonnengott “zurückverloren” gewesen.

    Man sieht, daß der satanische WIDERGEIST des ANTI-Christ in Rom nicht erst seit der UNGLAUBLICHEN Beanstandung des VATER UNSER ( was uns wörtlich(!) von Jesus Christus gegeben wurde) durch Franziskus besteht, sondern daß dieser Hochmutsgeist dort schon viel früher gewütet hat. Man sieht das auch an der ganzen Abzockerei etc etc.

    Und alles nur, damit man die Heidenfeste okkupieren kann und es dann den (umzuerziehenden) Völkern “nicht auffällt”, daß man sich diese Feste “schleichend eingemeindet” und sie dann irgendwann als “alleinige Feste der Christen” verkauft.

    Der Christbaum ist ein rein heidnisches Symbol des Lichteranzündens(!), also Licht-Sonnenverehrung, er ist KEIN christliches Symbol, das ist ausschließlich die Krippe mit den 3 Weisen aus dem Morgenland.

    1. Man sieht heute eine neuerliche trickreiche “EINGEMEINDUNG von Festen.”

      Und zwar von Allerheiligen, was ja das sehr ruhige Fest des Gedenkens an die Toten ist, wo man christlicherseits auf den Friedhof geht.

      HEUTE OKKUPIEREN die Satanisten dieses Fest, indem sie HALLOWEEN draufsetzen, (was zwar ursprünglich heidnisch war, aber anders)

      HEUTE wird Halloween gänzlich satanisch verhunzt, sie machen es zu einer ART laut kreischenden TEUFELS-FEST.

      1. Cuibono,
        also ich habe einen heidnischen Christbaum und keine Krippe und ich kenne die Redewendung “Zwischen den Jahren” seitdem ich mich erinnern kann.
        Noch was zum Thema: Heute vor drei Jahren verstarb meine Mutter und die Absprache zur Predigt, führte ich mit dem Pastor. Ich bat ihn, das Lebensmotto meiner Eltern (und auch meines) “Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott!” zu verwenden.
        Er lehnte entrüstet ab, weil es ein heidnischer Spruch sei. Der sonst so sympathische Pastor war ganz aus dem Häuschen, als ich weiterhin beteuerte, dass es ein kluges und auch mein Lebensmotto sei und ich es künftig beibehielte, egal, was er oder die Kirche davon hielte. ☺

        Vielleicht kannst Du mir/uns noch etwas zum Thema heidnisches Halloween sagen?
        Danke, Missie Mabel

        1. Leider kenne ich darüber nichts Fundiertes aus den Lorber Diktaten.

          Ich rate daher nur und versuche es aus der hanochschen Denkart herauszuschälen und einzuordnen.
          Damals gabs SEHR WOHL noch alte richtige Überreste der Adamsreligion, (Adam war ja erst wenige Jahrhunderte zuvor gestorben) die sich vor allem auf den Bergen erhielt.
          Die Nordischen waren “Kinder aus den Bergen”, ich schätze heutige Uralregion, der Ural dürfte damals länger Richtung Süden und breiter gewesen sein. Also Siedlungsgebiet: Nord-West Asien, ( Hanochstädte lagen hingegen Region kaspisches Meer, Noah war in den hohen Bergen unmittelbar neben Hanoch)

          Die nordischen Kinder waren also NICHT “so stark materialistisch infiziert” wie die später untergegangenen moralisch komplett verwahrlosten Kinder in den Tiefen der Städte Hanochs.
          Die heidnische (Sonnen)gottverehrung fand in riesigen Tempeln statt, die man innerhalb weniger Jahre AUSSCHLIESSLICH zu Abzockzwecken erbaut hatte, in den Heidentempeln gabs keine echte Spiritualität, nur allerschwersten WUNDER-BETRUG.

          Es wird gesagt, daß die Urwahrheit textgleich auf mehreren Tafeln ( glaube 12) aufgezeichnet wurde und jedem großen Stamm bzw. jeder Gruppe eine Tafel mit der “Urwahrheit” gegeben wurde. (Ich erinnere mich aber jetzt nur unscharf an diese Textpassage.)

          Das alte heidnische Halloween dürfte also gar nicht “so HEIDNISCH” sein, wie man denkt, sondern könnte alte WAHRE Reste der Ur- Adamsreligion beinhalten.

          Gemeint ist damit Befassung mit Dingen, die “zwischen Materie und GEIST”, zwischen Diesseits und Jenseits liegen. Man dürfte sich bei diesem Fest also um “SPIRITUELLES Jenseitiges” gekümmert haben.

          Und das hat mit den heutigen lärmenden Teufels-Festen nichts zu tun, es ist das PURE GEGENTEIL, denn es geht um das BEMÜHEN zur “Erkenntnis einer unsichtbaren geistigen ANDERWELT” im Gegensatz zur “sichtbaren Materiewelt.”

          Kurz: Man dürfte, mit modernen Worten gesprochen, an diesem Tag “meditiert”, wahrscheinlich “Trancezustände” gesucht haben um “IN SICH und außer sich (in der Natur) das ÜBERIRDISCHE zu suchen”.

          1. “Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott”, stimmt – aber: richtig verstanden und richtig angewendet-
            … also NICHT “egoistisch” ellbogentechnisch aufgefasst, sondern im Sinne von SELBSTÜBERWINDUNG, EIGENFLEISS, EIGENVERANTWORTUNG, MÜNDIGKEIT, bewußter FREIHEIT und freier Entscheidung eines Menschen.

            Das Problem ist, daß die Abzockpriesterschaften natürlich die Mündigkeit und EIGENVERANTWORTUNG des Menschen abstreiten und den direkten Zugang eines Jeden zu GOTT abschneiden(!!) wollen, denn dann wären sie ja als “käufliche Zwangsmediatoren” zwischen dir und dem lieben Gott “überflüssig”. Das hat mit “Heidendenken” gar nichts zu tun, das hat was mit IHNEN nicht dienen und Ihnen NICHT GEHORCHEN wollen zu tun.

  2. Freyja, manche vermuten Hel, gleichzusetzen, sie gilt als Schutzpatronin in diesen Tagen. Frau Holle mag es nicht, wenn jemand faul und unnütz in den Tag hinein lebt, doch in diesen 11 Tagen und 12 Nächten möchte sie, daß der Mensch sich ausruht und sich auf sein inneres Wesen besinnt.

    Auch wir ziehen uns nach unserem germanischen Runengebet in unsere Familienklausur zurück und gehen gestärkt durch die lay lines nach Thüringen an unsere Arbeit im Neuen Jahr.

    http://www.celticgarden.de/2014/02/honigwein-met-selber-herstellen-mit-einem-rezept-von-1850/

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